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The Whip / Infadels / Crystal Castles / Mindless Self Indulgence

Die Leute wollen tanzen!

15.05.2008, 14:20, Text: Christine Käppeler, Foto: Richmond Lam

Rave-Fever vs. Indie-Rock? Die vermeintliche Trennlinie zwischen Body und Mind ist längst futsch. Christine Käppeler fragte die Indie-Raver The Whip, die Electronic-Rock-Darlings Infadels, die Techno-Frickler Crystal Castles und die Electro-Punk-Freaks Mindless Self Indulgence: How does it make you feel?




The Whip aus Manchester sitzen in Hamburg in einem Herbstwald aus Achtziger-Jahre-Tapete-Wänden und freuen sich einen Ast. "Ain't we lucky?" fragt Sänger Bruce Carter mit theatralischem Unterton. "Oh, ain't we lucky!" Nathan Sudders, der Bassist der Band, grinst zustimmend. Dabei sind The Whip seit 18 Monaten unterwegs - aber genau das macht ihnen ja so Spaß. Für ihren Soundmix aus Electronic-Rock und Disco-House ist die klassische Trennung in "Clubs" und "Venues" - Partylocations und Konzertbühnen - dabei irrelevant geworden. Sie spielen an allen Orten: um zwei Uhr morgens vor einer euphorisierten Techno-Crowd und am frühen Abend vor einem bierseligen Indie-Publikum, das erst nach ein, zwei Songs richtig in die Gänge kommt. Ihr Fazit hier wie dort: "Die Leute wollen tanzen", meint Lil Fee, die mit der Präzision einer Drummachine am Schlagzeug den Beat der Band bestimmt: "Sie wollen Spaß haben. There's a lot of love flying around right now."

Auch die Herzen des Pariser Labels Kitsuné flogen ihnen entgegen. Für Disco-affine Indie-Bands bedeutet ein Track auf einer der "Maison"-Compilations einen ähnlichen Ritterschlag, wie es einst für Indie-Rock-Bands die Aufnahme in die legendären "John Peel Sessions" war. Kitsuné veröffentlichte "Divebomb" auf der "Maison 4" und als 12-Inch mit einem Remix des Duos Crystal Castles aus Toronto auf der B-Seite. Ihre Platte veröffentlichten The Whip dann allerdings bei einer anderen Adresse: bei Norman Cooks Label Southern Fried.

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