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The Last Shadow Puppets

Im Interview: The Age Of Geheimniskrämerei

11.04.2008, 17:23, Text: Daniel Koch, Foto: Christoph Voy

Ein Bastard aus Arctic Monkeys, Rascals und jeder Menge alter Idole: Noch wenige Monate vor dem Release war es fast unmöglich, etwas über The Last Shadow Puppets, das neue Projekt von Alex Turner (als wenn man's nicht wüsste: von den Arctic Monkeys) und seinem Kumpel Miles Kane (The Rascals), zu erfahren. Irgendwann hieß es, man sei in einem Studio in Frankreich, später, dass man sich am 60er-Bowie, Burt Bacharach und Scott Walker inspiriert habe.


Dass damit eher der hörbare Walker gemeint war und nicht der mit den Schweinehälften, konnte man sich zwar denken, trotzdem fragte man sich immer mehr: Was zum Henker wird das, wenn es fertig wird?

"Wir haben die Sache ziemlich bedeckt gehalten", gesteht ein schnieke gekleideter Alex Turner im Interview in der Domino-Homebase in Berlin. "Wir hatten keine Lust, dass der Rummel schon losgeht, bevor wir überhaupt wissen, ob und wie das alles klingt." Das Thema mit dem Rummel hat er ja schon zur Genüge durch. "Jetzt gerade zeigt sich, dass das Tempo genau richtig war", ergänzt Miles, der schon seit Jahren mit Alex befreundet ist. Das merkt man, sobald man den beiden gegenübersitzt. Da wird einem vor lauter Insider-Gags und Sidekicks auch schon mal schwindelig. Doch trotz der guten Laune wird schnell deutlich, dass hier nach ihren Regeln gespielt wird.

Der Interview-Schedule ist betont übersichtlich, und die Sache mit der Geheimniskrämerei wurde auch vom Label befolgt. Vorab gab es zunächst nur eine Handvoll CDs mit Wasserzeichen und Totenkopf neben der Copyright-Warnung. Die deutliche Message: Wehe, das kommt raus, bevor die beiden so weit sind!

The age of Pappis Plattenkiste
Trotzdem bleibt es erstaunlich, dass hier zwei Twens ganz betont der Plattensammlung ihrer Eltern nacheifern - die das Album dann auch "sehr mögen", wie Alex versichert. Ob man Angst hatte, wie eine bloße Kopie der großen Idole zu klingen? "Natürlich haben wir uns vorher gefragt, ob wir diese Musik auch können. Aber irgendwann kam der Punkt, an dem wir uns sagten: Fuck it! Lass es uns einfach probieren!" erzählt Miles. Und Alex stellt freundlich genervt klar: "Außerdem spielen wir hier ja keine Coversongs. Wir haben uns von diesem Sound inspirieren lassen. Nicht mehr."


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aus Intro #160 (Mai 2008)
 
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