Ola Podrida

Vom Bildschirm auf die Bühne

23.04.2007, 06:00, Text: Christian Steinbrink

Die Leute im GHVC-Büro arbeiten hart. Da ist es nur recht und billig, dass sie zwischendurch auch mal abschalten und durch die verheißungsvolle Welt des Internet surfen – und die schöne Musik anderer anhören. Von nun an können sie das als A&R-Arbeit deklarieren, denn auf genau diesem Weg sind die Hamburger an Ola Podrida gekommen. David Wingo, Mastermind der Band, ist darüber gleich aus zwei Gründen ziemlich froh: Erstens wurde er so an neue tolle Musik herangeführt – “Ich wusste von den Weakerthans und Maritime, hatte sie aber nie wirklich gehört. Die deutschen Bands kannte ich alle nicht. Aber sie haben mir ein paar Platten geschickt, und die mochte ich sehr.” –, und zweitens wurden seine Songs endlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Obwohl Letzteres ihn eigentlich nie so richtig kümmerte, zu sehr war er mit seiner eigentlichen Profession als Komponist von Filmmusik beschäftigt. Den Einfluss des Hauptjobs kann man auch auf dem Album raushören: “Meine Arbeit hat sicher einen großen Einfluss auf die Arrangements meiner Songs. Ich habe dadurch gelernt, besonders auf die Atmosphäre der Stücke zu achten.” Für das nächste Album will Wingo aber mehr Interaktion mit seiner Band – alles alte texanische Freunde, auch Andrew Kenny von American Analog Set ist dabei – aufnehmen: “Darauf freue ich mich. Die nächste Platte soll mehr nach unserem Live-Set klingen. Sie soll nicht so kompliziert zu spielen sein, dafür etwas dynamischer.”






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aus Intro #149 (Mai 2007)
 
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