
Laura Veirs
Die Poesie der Wellen
26.03.2007, 06:00, Text:
Joachim Schaake
Die US-Songwriterin Laura Veirs ist gerade von Seattle ins gemütliche Portland umgezogen, just, nachdem die Arbeit an ihrem bereits sechsten Studioalbum abgeschlossen war. Auch wenn das nicht gerade wie ein totaler Neuanfang klingt, ist eine stetige Entwicklung zu bemerken. So heißt ihre Begleitband, mit der sie schon seit fünf Alben zusammen arbeitet, nun nicht mehr Tortured Souls, sondern Saltbreakers, genau wie das Album. “Wir waren es leid, dass uns die Leute andauernd fragten, was es denn mit den Tortured Souls auf sich habe”, erklärt Laura Veirs. Nun, jetzt wollen wir natürlich wissen, was es mit den Saltbreakers auf sich hat. Genauere Erklärungen über Herkunft des Wortes können nicht geliefert werden, aber es handelt sich um ein relativ selten und wenn dann in der Poesie verwendetes Synonym für Wellen.
Während auf den ersten Alben eher Singer/Songwriter-geprägte Stücke zu finden sind, geht es seitdem beständig in Richtung Pop. Die Arrangements sind bunt, aber keineswegs überladen und entfernen sich mit dezent eingesetzten Computerbeats bisweilen vom klassischen Bandsound. Was zum einen durch eine noch intensivere Zusammenarbeit mit Produzent Tucker Martine, zum anderen durch den Einsatz der Software “GarageBand” zu erklären ist: “Bisher hatte ich für meine Demos immer eine 4-Spur benutzt und war dadurch natürlich deutlich limitiert, was Arrangements und Overdubs angeht.” Und auch, wenn ihr Popsongs wie die Single “Don’t Lose Yourself” mittlerweile leicht von der Hand zu gehen scheinen, steckt meist harte, strukturierte Arbeit dahinter: “Ich muss mir sehr bewusst meine Orte und Zeiten suchen, um mit der Arbeit beginnen zu können. Erst dann kommen die Ideen.” Wir sind gespannt, wie das Songschreiben im neuen Zuhause gelingt.
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