
Bernadette La Hengst
Kollektivität ist ein Thema
20.09.2005, 13:19, Text:
Michael Schneider,
Michael Schneider
Und der Beat geht weiter. Oder besser \"La Beat\", so nämlich der schlichte Titel des ganz und gar unschlichten, vielmehr extrem vielgestaltigen zweiten Soloalbums von Bernadette \"La\" Hengst. Und diesmal ist es nicht der 60s-Beat ihrer ehemaligen Band Die Braut Haut Ins Auge, der hier voll die Schlagkraft entwickelt, sondern ein innovativ hybrider und mitunter harter Beat. Und der ist nicht nur toll tanzbar, sondern spiegelt in seiner flackernden, stampfigen Nervosität - quasi als mythenreiche Hintergrund-Kulisse - auch die Unruhe des neoliberalen Auf-und-ab-Terrors wider, über den die Agitprop-Chanteuse hier dauernd so singt, gipfelnd in der tragikomischen Zeile: \"Willst du lieber meinen Hunger oder meinen Durst?\"
La Hengst hat \"La Beat\" fast alleine geschrieben und produziert und das Kunststück vollbracht, ihre Beats dennoch nach ganz viel Kollektivität klingen zu lassen - und das nicht nur wegen der vielen Gastmusiker.
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