
Masha Qrella
Keine versöhnliche Musik
24.02.2005, 17:16, Text:
Sonja Eismann,
Sonja Eismann
Als das erste Soloalbum ›Luck‹ von Masha Qrella vor über zwei Jahren bei Monika Records geheimnisvoll wie aus dem Nichts aufblitzte, konnte man fast hören, wie an vielen Stellen verblüfft-verzückt der Atem angehalten wurde. Die umtriebige Ostberliner Musikerin, die man als stilbildendes Mitglied von Mina und Contriva kannte, ließ zu wunderbar reduzierten stolperigen Hooks und verschleppten Beats zum ersten Mal so richtig ihre Stimme raus, und man war fast empört, dass einem die elektrisierende, unkitschige Zartheit vorher so lange vorenthalten worden war. Nachdem Masha das erste Album quasi nebenher und ganz für sich allein aufgenommen hatte - nicht aus mangelndem Selbstbewusstsein bezüglich ihrer Skills, sondern um sich in Ruhe Mechanismen als Solo-Artist zu erarbeiten -, waren jetzt bei ›Unsolved Remained‹, das auf Morr Music erscheint, gleich von Beginn mehrere Kollegen involviert.
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