Dead Meadow

Verhallte Beharrlichkeit

24.02.2005, 13:46, Text: Joachim Schaake, Joachim Schaake

\"We're gonna do guitar solos, and we're gonna be a pain in people's days\", fasste Bassist Steve Kille in einem Interview den Gründungs-Spirit der Band Dead Meadow zusammen. Das Ganze spielte sich im Herbst des Jahres 1998 ab, als er und zwei ebenfalls in der Indie- und Punkszene Washington D.C.s beheimatete Freunde mit offensivem Stoner-Rock Legenden wie Black Sabbath und Led Zeppelin huldigten. Der Ruf einer Stoner-Rockband hängt ihnen deshalb bis heute an, obwohl sie spätestens mit ihrem letzten Album ›Shivering King And Others‹, dem ersten auf Matador Records veröffentlichten, ins Psychedelic-Lager wechselten. Auch auf ihrem gerade erschienenen fünften Album ›Feather‹ wabern die Gitarren beharrlich vor sich hin, und verhallt entrückte Stimmen werden von schleppenden Beats getragen.

\"I couldn't tell you much about what's going on today\", gibt Steve Kille unverblümt zu. Wieso auch nicht. Anders als Retro-Pionier Jason Pierce, der sich mit den letzten Spiritualized-Alben weiter emanzipierte und eine völlig eigene musikalische Welt erschuf, versuchen Dead Meadow so nahe wie möglich an den in Großbritannien und an der US-Westküste geprägten Sound heranzukommen. Und damit brauchen sie sich natürlich nicht zu verstecken. Während die beiden neuesten Releases mit dem Gütesiegel Matador versehen sind, veröffentlichte das Trio, das unlängst zum Quartett erweitert wurde, seine ersten Gehversuche immerhin auf Tolotta Records, dem Label des Fugazi-Bassisten Joe Lally. Ganz nebenbei durften sie auch noch für John Peel eine Session aufnehmen. Wem das als Referenzen nicht ausreicht, hat die Möglichkeit, eine der Shows von Dead Meadow zu besuchen, die dieser Tage zusammen mit Trail Of Dead auf Tour sind. Eine gewisse Affinität zu ausufernden Gitarrensoli sollte allerdings mitgebracht werden.



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aus Intro #125 (März 2005)
 
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