Wizoo Hypersonic
Steinberg
02.02.2004, 12:17, Text:
Christoph Büscher,
Christoph Büscher
VST-Plug ›Hypersonic‹ präsentiert Steinberg so was wie die Eier legende Wollmilchsau unter den virtuellen Instrumenten. Das Ziel der Neuentwicklung war klar, aber schwer zu erreichen: eine Software-Workstation, die individualisierbare Sounds bietet, dabei weitgehend professioneller Klangqualität genügt und darüber hinaus leicht bedienbar sein soll. Geht nicht? ›Hypersonic‹ beweist das Gegenteil. Bereits bei der Installation macht das Programm eine schlanke Figur. Die 1000 Presets und 70 Drumkits benötigen nur 270 MB. ›Hypersonic‹ ist eben kein reiner Sample-Player, sondern verwendet ebenso virtuell-analoge, FM- und Wavetable-Synthese. Das spart Platz, braucht wenig CPU und klingt trotzdem erstaunlich gut.
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Real New Wave Party
---HIGHHOLYDISCOMASS comes to town---
Dass Punk und Disco weit mehr verbindet, als nur der Zeitpunkt ihres Entstehens, steht außer Frage. Wem Punk mehr bedeutet als tote Hose und für wen Disco alles andere als ein Schimpfwort ist, der weiß um die Schnittmenge dieser beiden Musikstile, die gleichzeitig beide auch Lebensgefühl waren und sind. Wunderbar beschrieben hat das gerade der englische „NME“ in einer Rezension zu Gossips neuem Album „Music for Men“. “Teenage Jesus and the Jerks crashing Studio 54“, so der Rezensent, vor dessen geistigem Auge beim Genuss von „Music for Men“ die genialen New Yorker No Wave-Dilettanten die wohl bekannteste Disco der Welt aufmischen.
Und auch Gossips dralle Gallionsfigur Beth Ditto selbst, eine Punk-Ikone des 21. Jahrhunderts, bringt es auf den Punkt sprich auf die Tanzfläche, wenn sie „For Keeps“ so erklärt: „I wanted it to be the ‚Don’t You Want Me’ of this record“. „Don’t You Want Me“ war bekanntlich der größte Dancefloor-Filler der Electro-Pioniere Human League.
Auch Arte erinnert sich gerade an die Zeit, als „Don’t You Want Me’ aus jeden Punkschuppen schallte und zu Nummer 25 der meistverkauften Singles aller Zeiten im UK wurde. So propagiert der TV-Sender den „Summer of the 80s“ und unternimmt eine Zeitreise in das Jahrzehnt, das uns Joy Division und New Order bescherte, Style Council und Prince, Duran Duran und Chic.
Grund genug für „HighHolyDiscoMass“. „HighHolyDiscoMass“ (übrigens ein Songtitel der ebenso wie Human League aus Sheffield stammenden Industrial-Avantgardisten Clock DVA) bittet nun mit Bands wie Cabaret Voltaire, Heaven 17, Shriekback, 400 Blows oder Gang of Four (just to name a few) einerseits die Creme de la Creme der 80er Jahre und der damaligen Post-Punk-Ära zum Tanz und schlägt andererseits mit neuen Helden wie Junior Boys, MGMT, Hercules and Love Affair oder White Lies (again just to name a few) die Brücke auf den Tanzboden des dritten Jahrtausends. Da bleibt dann mit David Bowie nur noch eins zu sagen: „Let’s dance!“





