Studiophile LX-4

M-Audio

02.02.2004, 12:15, Text: Hendryk Bayrhoffer, Hendryk Bayrhoffer

Was wäre ein gut funktionierendes Studio ohne geeignete Boxen? Rein gar nichts. Man muss nicht einmal ein professioneller Produzent sein, um den Zusammenhang zwischen einem fertigen Track und den zum Mixdown verwendeten Boxen herstellen zu können. Viele Homestudio-Produzenten machen den Fehler, ihre Hi-Fi-Anlage zu benutzen, und wundern sich, warum sich die Produktion danach dünn anhört. Wenn man zum Mixdown so genannte Referenz-Monitore wie zum Beispiel die Yamaha NS-10 nutzt, muss man sich nicht wundern, wenn das Endsignal auf der heimischen Stereoanlage dumpf und extrem basslastig daherkommt.

Der Grund für die unterschiedlichen Sounds liegt in den Eigenschaften der Boxen.

Bei Hi-Fi-Boxen ist das Problem in Verbindung mit einem Hi-Fi-Verstärker, dass diese oftmals den tieferen Bass-Bereich anheben, was mit dem Loudness-Effekt noch verstärkt werden kann. Referenzmonitore sind dafür da, ein Signal oder einen Sound möglichst direkt und klar wiederzugeben – in den extremen Frequenzbereichen geht man dann allerdings leer aus und versucht diese Bereiche per EQ anzuheben, was eine komplette Verschiebung der Frequenzbereiche zur Folge hat und das fertige Material eigentlich unhörbar macht. Die Lösung für solche Probleme liegt in so genannten Nahfeld-Monitoren wie den ›Studiophile LX-4‹ von M-Audio. Nahfeld-Monitore sind dafür konzipiert, ein größtmögliches Frequenzspektrum von tiefen Subbasslagen bis fast 20khz linear wiederzugeben. Die ›Studiophile LX-4‹ sind in ihrer Preisklasse absolut empfehlenswert. In ihrer Grundausstattung werden sie als aktives 2.1-System ausgeliefert, was zwei Satelliten für Höhen und Mitten und einen Subwoofer beinhaltet. Man wird sich wundern, wie sich das Gesamtbild des Sounds verändert und der direkte Vergleich des Materials auf das Referenzhören mit der heimischen Stereoanlage auswirkt. Mit 249 Euro liegen die Boxen im unteren Preislevel. Für wenig mehr kann man das 2.1-System auch auf 5.1 aufstocken. Die Anwendungsgebiete für solch eine Lösung gehen natürlich über den Studiobetrieb weit hinaus. Auch für den Home-Entertainment-Bereich bieten die ›Studiophile LX-4‹ eine sinnvolle Lösung, die sich mit sogar weit teureren Boxen klanglich durchaus messen kann. Das Wichtigste ist jedoch immer noch das Einschätzen und Kennen der eigenen Boxen. Viel ist schon damit getan, mit seinen Lieblings-CDs eine Anlage einzuhören und sich auf den Sound einzustellen. Oftmals kann so viel Geld gespart werden. Für wenig mehr sind die ›Studiophile LX-4‹ natürlich eine gute Alternative.



Artikel kommentieren
aus Intro #113 (Februar 2004)
 
  • Mehr Infos

  •  
 
 

Social Network Login




Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
 
  • MEIST GEKLICKT

  •  
 

Platten vor Gericht: Highlights

Platten vor Gericht: Highlights

Die wichtigsten Alben des Monats - und die härteste Jury der Welt. Jetzt mitmachen! [...mehr].

 

INTRO-TV

K.I.Z. schauen fern - Videocheck beim splash: Von Klaus Kinski bis Fritz Lang

K.I.Z. schauen fern

Videocheck beim splash: Von Klaus Kinski bis Fritz Lang
... mehr

 

Platten der Woche

Platten der Woche

Die wichtigsten Neuerscheinungen im Überblick! [...mehr]