Marke B

Label-Katalog

22.01.2003, 16:01, Text: Autor unbekannt

Kaum aus China zurückgekehrt, hatte der umtriebige Berliner Ocean Club auch schon den nächsten Streich in petto: Anlässlich der Veranstaltung Marke B, die am 13. Dezember in der Berliner Volksbühne stattfand (siehe auch \"Das wars\" in diesem Heft), veröffentlichten Gudrun Gut, Thomas Fehlmann und Daniel Meteo beim Verbrecher Verlag das schnieke Handbüchlein \"Marke B. Berliner Labels. Discographien\", in dem sich 40 unabhängige Berliner Elektroniklabels auf je einer bunten Hochglanz-Doppelseite selbst vorstellen. Vorgaben oder Restriktionen gab es für die Selbstdarstellungen keine, weswegen die alphabetische Auflistung der Labels Unterschiedlichstes - von nüchternen Selbstdarstellungen mit und ohne Komplettdiskografie über Labelhistorien und Interviews bis zu wilden Comiczeichnungen und Fotocollagen und kühl-reduzierten Grafiken - hervorbrachte.

Mit dabei sind natürlich die üblichen Verdächtigen wie B/Pitchcontrol, Kitty-Yo, Chicks on Speed Records, Morr Music, Monika Enterprise und K7, ohne die es mittlerweile ja nicht mehr geht, aber auch jede Menge neuerer und kleinerer Namen sind da zu entdecken, von denen vermutlich noch einiges kommen wird. Dass in der immer noch weiter expandierenden Hauptstadt-Musikszene damit nur ein Überblick und kein Anspruch auf Vollzähligkeit geboten wird, ist nicht nur natürlich, sondern gerade auch das Sympathische an diesem schlanken Label-Katalog.



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aus Intro #102 (Februar 2003)
 
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