D' Angelo

körperliche befreiung und soziale freiheitsforderungen

18.11.2000, 13:53, Text: Autor unbekannt

Im Spannungsfeld zwischen HipHop und Soul gab es im Jahr 2000 zwei konkurrierende Entwicklungsstränge: Zum einen blühte der digitale R&B in der Missy Elliott / Timbaland-Tradition weiter, zum anderen gab es eine Rückbesinnung auf die Klassiker des Genres, für die D’Angelo steht, dessen Album “Voodoo” mit Prince, Marvin Gaye und Jimi Hendrix verglichen wurde. Auch die Sängerinnen Angie Stone und Jill Scott veröffentlichten klassizistische Soul-Alben, HipHopper Common begeisterte mit Live-Auftritten mit Band.
Diese Orientierung an den Klassikern ist keine ganz neue Entwicklung, Lauryn Hill, Erykah Badu und besonders die Roots ließen sich schon vor Jahren von “echten” Musikern begleiten.

Doch in diesem Jahr wurde klarer als zuvor formuliert, dass es bei diesem Klassizismus auch um eine Rückbesinnung auf das Zusammenspiel aus körperlicher Befreiung (sexy Bewegungen und instrumentale Jams) und sozialen Freiheitsforderungen geht. Eine Abgrenzung sowohl vom machistischen Player-HipHop als auch vom immer materialistischeren Digi-R&B deutet sich an – da gibt es über das Produzentenkollektiv Soulquarians und die Okay-Player-Community wieder Bezüge zu Social-Consciousness-Rappern wie Mos Def oder Talib Kweli. Und die letzte Meldung: Die Klassiker werden aufmerksam – Aretha Franklins nächstes Album wird von Angie Stone produziert!



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aus Intro #80 (Dezember 2000 / Januar 2001)
 
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