Berlinbeta

version 3.0

14.08.2000, 18:13, Text: Autor unbekannt

Innovativ in der Medienlandschaft will auch die Berlinbeta sein, die vom 30. August bis 6. September zum dritten Mal die Bedürfnisse der Menschen in den Agenturen - und speziell derjenigen in der neuen Mitte - rundum abzudecken versucht: Ein hübsches kommerzielles Package aus Konferenzen und Ausstellungen beschäftigt sich eine Woche lang mit dem 'Creative Business“ im Internet, parallel werden auf dem Filmfest neue Independentfilme (noch ohne Verleih) vorgestellt. Abends dürfen sich Web-Designer und Mitarbeiter von aufstrebenden Internet-Start-ups in angesagten Berliner Clubs bei noch angesagteren DJs zwecks Jobvermittlung näher kennen lernen.

Das nennt sich dann Networking, geht in Ordnung so und gibt der Veranstaltung den hippen Event-Charakter.
Auf der Konferenz im Haus der Kulturen in Tiergarten geht es um das Start-up: um Finanzierungsstrategien, Benutzeroberflächen, das beliebte Schlagwort E-Commerce, Virtuelles im realen Raum und Auswirkungen der digitalen Filmproduktion.
Gespannt sind wir beim Filmfest auf das Superwoman-Special, Digitalfilme und Harmony Korines „Julien Donkey Boy“ (siehe auch Gestalten: Chloë Sevigny, S. 38), den ersten amerikanischen Videofilm im „Dogma 95“-Stil. Interessant ist auf jeden Fall der Eröffnungsfilm „Kanak Attack“ von Lars Becker: in der Umsetzung von Feridan Zaimoglus Roman werden „Episoden aus dem Leben eines real existierenden türkischen Kleinkriminellen aus Kiel“ gezeigt, der „zwischen Depression und Größenwahn schwankt“, so Drehbuchautor Bernhard Wutka.



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aus Intro #77 (September 2000)
 
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