Low

Songs about Frohlocking

08.06.1999, 11:24, Text: Autor unbekannt

Galt das Trio um Mormonenpaar Sparhawk/Parker bislang noch als unbescholtene Koryphäe im dekadenten Rock-Biz, konnte man den spirituellen Dreier in letzter Zeit zunehmend in Gesellschaft von Schwerenöter Albini orten, der inzwischen nicht nur Gott und die Welt produziert hat, sondern seine Präsenz seit 'Songs For A Dead Pilot' auch im direkten Umfeld unserer Hauptprotagonisten geltend macht.
Paßt irgendwie gar nicht zusammen, möchte man meinen, zumal Albinis eigenes Repertoire immer schon mit unorthodoxen Schlüpfrigkeiten wie 'Songs About Fucking' oder 'My Black Ass' einherging. Dabei beruht die neuerliche Kooperation beider Parteien auf gegenseitiger Bewunderung, besiegelt auf einer frühen pränatalen Session im Jahre ‘94.

'Er war von Anfang an ein Fan unserer Musik, und wir mochten die Sachen, die er produziert hatte, wie z. B. PJ Harveys ‘Rid Of Me’ oder das erste Breeders-Album. Nachdem wir bei ‘Kranky’ unterschrieben hatten und Chicago unsere zweite Heimat geworden ist, schien uns der Zeitpunkt für eine weitere Zusammenarbeit ideal ...!'
Eben. Und weil sich Low anno ‘99 nach langjähriger labelpolitischer Odyssee erstmals wieder an ihrem Platz fühlen, bleibt auch mehr Zeit für Späßchen, die man den Herrschaften so gar nicht zutrauen würde: 'Wenn du mich fragst, sind wir die mit Abstand poppigste Band auf ‘Kranky’', schmunzelt Mr Sparhawk selbstironisch. „Verglichen mit Labradford oder Godspeed You Black Emperor klingen wir doch wirklich wie die Go-Go’s!' Haha. There’s no place like home ...
Foto: Philip Lethen



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aus Intro #66 (Juli / August 1999)
 
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