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joyrider

22.04.1996, 13:02, Text: Autor unbekannt

INTRO: Ihr seid nicht Teil irgendeines Hypes. Was könnt ihr also mit eurem Debütalbum erwarten?
Phil: Erst mal nichts Großes. Wir werden nicht von 0 auf 1 in die Charts einsteigen. Dies ist eins von den \"slow things\", du mußt zunächst sehr hart arbeiten. INTRO: Hat sich die harte Arbeit bisher für euch gelohnt?
Phil: Na ja, wir haben einen schweren Stand inmitten des ganzen Brit-Pop-Hypes. \"Rock\" oder \"Punk\" sind derzeit fast Schimpfworte auf der Insel. Alles ist sehr Fashion-orientiert. Wir haben darauf nie viel Wert gelegt. Ich denke, von den Bands, die jetzt durchgestylt auf den Covern der Musikmagazine sind, spricht in zwei Jahren niemand mehr.
INTRO: Wie kommt ihr damit zurecht, überall als THERAPY?-Kopie abgestempelt zu werden?
Phil: Das ist schon sehr ermüdend.

Klar, THERAPY? haben sehr viel für uns getan, keine Frage, aber trotzdem klingen wir eigentlich nicht wie sie!
INTRO: Wer also beeinflußt JOYRIDER?
Phil: Die PIXIES oder FLAMING LIPS. Wir mögen einfach Bands, die gute, energiegeladene, aggressive Gitarrensongs schreiben. Hauptsache, gute Drei-Minuten-Popsongs. Hart, aber mit einem einprägsamen Refrain, darauf kommt es an. In Zukunft werden wir vielleicht auch ein paar abgedrehtere Sachen ausprobieren, mehr Distortion und so ...
INTRO: Jede irische Band scheint auf ihre Botschaft besonderen Wert zu legen. Ihr auch?
Phil: Nee, wir haben eigentlich keine. Wir machen Beobachtungen und stellen Fragen. Keine Lösungen! Probleme zu lösen (lacht), das ist mehr das Ding von U2 oder den CRANBERRIES.

So wandeln JOYRIDER denn eher in den Fußstapfen der seligen UNDERTONES und machen sich mit der Mixtur aus Härte, Lautstärke und Verzweiflung auf die Suche nach dem Erfolg.



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aus Intro #34 (Mai 1996)
 
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