Penelope Houston

still glad to be a girl

25.01.1996, 13:53, Text: Autor unbekannt

„Na ja, wenn es Greatest Hits wären, dann hätte ich sie ja nicht noch mal veröffentlichen müssen“, gibt Penelope zu bedenken. „Einer der Gründe, warum wir die Stücke neu aufgenommen haben, ist der, daß die Songs auf Tour kraftvoller und aufregender geworden sind. Somit wollten wir einige in einem größeren Zusammenhang präsentieren. Größeres Studio, mehr Gitarren, Strings, bessere Produktion ...“ Schön und gut. Aber so groß ist der Unterschied von den neuen Versionen zu den alten ja nicht. Wäre es da nicht vielleicht einfacher gewesen, ein paar Live-Tracks draufzupacken? Denn im Kontakt mit dem Publikum liegt doch ihre Stärke - und nach eigener Aussage auch der Anreiz, ihren Beruf auszüben.

„Vielleicht machen wir das bei einer der Singles. Ich denke, wenn die Leute uns live hören wollen, können sie ja zu den Shows kommen. Wir hätten live einfach nicht die gleichen Möglichkeiten wie im Studio gehabt.“
Okay, \"Cut You\" gibt jedenfalls einen repräsentativen Überblick über HOUSTONs Schaffen. Sicher ein guter Einstieg für ein breiteres Publikum. Und das ist es auch, was sie sich durch ihren Wechsel zur Industrie erhofft: „Ich habe drei Alben für ‘NORMAL’ gemacht, aber wir haben immer über die Möglichkeit gesprochen, daß ich mal zur Industrie gehen könnte. In Amerika auf einem Indie-Label zu sein, ist hoffnungslos. Um zum Beispiel nur ins College Radio zu kommen, müßte man ca. 300 Stationen bemustern. Das können die einfach nicht bezahlen.“ Wie sieht - unter diesem Gesichtspunkt - wohl ihre musikalische Zukunft aus? Daß es poppiger und rockiger wird, bestätigt sie im Grunde selbst. „Die sechs neuen Songs haben z. B. keine Mandoline mehr. Ich denke, das liegt daran, daß wir mehr experimentieren möchten. Vielleicht mache ich auch mal wieder was mit PAT JOHNSON oder ein Mailorder-Album mit MARY O'NEILL (VIRGINIA DARE). Im Augenblick bin ich aber sehr zufrieden mit meinem neuen Album.“
Zufriedensein können auch wir, will PENELOPE HOUSTON uns doch ab Mitte März ihre Stärke im direkten Kontakt mit dem Publikum beweisen.



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aus Intro #31 (Februar 1996)
 
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