Galactic Cowboys

... raus aus der gerüchteküche!

20.01.1996, 20:25, Text: Autor unbekannt

\"Alles fing damit an, daß unsere damalige Plattenfirma 'Geffen' die Option, zwei weitere Platten mit uns zu machen, auf eine beschränken wollte. Unser Manager Sam Taylor, über den unsere Verträge liefen, wollte jedoch die ursprüngliche Option durchsetzen, so daß 'Geffen' uns kurzerhand vor die Tür setzte. Eineinhalb Jahre haben wir mehr oder weniger rumgesessen und uns mit neuen Songs beschäftigt. Unser Manager ließ nichts von sich hören,und irgendwie passierte auch sonst nicht gerade viel. Im Januar '95 teilte uns Dane (g.) mit, daß er die Band verlassen wolle, um mit seinem Bruder ein Bluesprojekt zu starten. Daraufhin erzählte ich meiner Freundin, daß sich die Band wohl auflösen würde.

Sie ist gut befreundet mit der Frau des KING'S X-Gitarristen Ty Tabor, die wiederum mit ihrem Computer am Internet angeschlossen ist und die Neuigkeit sogleich ins Netz schickte, ohne zu wissen, daß unsere Auflösung nur etwa zwei Wochen Bestand haben sollte. Monty (b) hörte kurz darauf zum ersten Mal nach langer Zeit seinen Anrufbeantworter ab, auf dem sich erstaunliche Nachrichten angesammelt hatten: Brian Slagel und Mack Fahley von 'Metal Blade' wollten uns einen Vertrag anbieten, und unser Manager hatte eigentlich alles soweit klar. Aufgrund der Informationen aus dem Internet hatten sich die Leute von 'Metal Blade' aber natürlich inzwischen gefragt, ob sie eine gar nicht mehr existierende Band gesigned hatten. Unsere Entscheidung, getrennte Wege zu gehen, revidierten wir und unterschrieben den Vertrag, da wir nun die Zukunftsperspektive besaßen, auf die wir 18 Monate gewartet hatten.\"
Diese neue Perspektive konnte Dane jedoch nicht davon überzeugen, weiterhin die Gitarre zu spielen. Seinen Posten übernahm mit Wally Farkas ein guter Freund, dessen Einfluß auf die Arbeit an \"Machine Fish\" sich jedoch auf das Einspielen der neuen Songs beschränkte, da diese bereits geschrieben waren. Zwar konnte er Ideen einbringen, die offensichtlichen stilistischen Veränderungen sind aber laut Ben weniger das Resultat der Umbesetzung als eine normale Weiterentwicklung: \"Wenn du Songs schreibst, dann müssen diese in erster Linie deinen eigenen Ansprüchen genügen. Ich glaube, keine Band, wie wir es sind, versucht Songs zu schreiben, die ein spezielles Publikum ansprechen sollen. Das neue Material ist sicher zugänglicher, dahinter verbirgt sich aber keinesfalls der Wunsch nach größerer Kommerzialität. Wir haben immer versucht, unsere persönlichen Vorlieben, so unterschiedlich sie auch sind, in die Songs einfließen zu lassen. Unsere Musik hat sicher typische Merkmale, die aber bei weitem nicht ausreichen, uns in irgendeine Schublade zu stecken. Ich glaube, es ist ein großer Vorteil, mit Leuten in einer Band zu spielen, die aus unterschiedlichen Richtungen kommen. Monty z. B. ist der größte 'Metalhead' in der Band. Seine Wohnung ist komplett mit irgendwelchen Platten oder CDs zugestellt. Bei ihm findest du angefangen von THIN LIZZY einfach alles. Meine persönliche Vorliebe gilt eher dem Bereich von FRANK ZAPPA. Darüber hinaus mag ich auch die BEATLES, eine der größten Bands der Musikgeschichte.\"
Ein solch grandioser Einfluß auf die Musikgeschichte wird dem Quartett aus Houston wohl nicht gelingen, bei Alben von der Güte ihres neuesten Werkes bleibt aber zu hoffen, daß uns die GALACTIC COWBOYS noch ein wenig erhalten bleiben.



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aus Intro #31 (Februar 1996)
 
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