GURD
drogenpogen
13.01.1996, 21:43, Text: Autor unbekannt
Na lecker. Da steht man morgens doch gleich doppelt so gerne auf und ruft bei INTRO-Schreibern an, die dann nicht da sind und das Interview sowieso total vergessen hatten, nicht wahr? Dabei ist kaum ein Jahr ins Land gezogen, seit man sich das letzte Mal unterhielt - damals zur Veröffentlichung der selbstbetitelten Debütscheibe, die zwar mit locker vor sich hingroovendem Modern Metal aufwarten konnte, letztendlich dann aber doch ein bißchen nährstoffarm daherkam. „Jump, Jump“ muß inzwischen doch wirklich nicht mehr sein, oder? Also flugs ans Werk und ein Nachfolgealbum zusammengeschustert. Eigenständiger sollte es klingen, und abwechslungsreicher.
Ich möchte nicht ganz so weit gehen, denn eine gewisse Ähnlichkeit zu toten oder lebenden PRONG ist sicher rein zufällig und nicht beabsichtigt, wenn auch weniger akut. Trotzdem gibt’s wieder ’ne Menge lightminded Hits, zu denen der trendbewußte Midteen ordentlich durch kleinere Clubs hoppeln und die halblange Matte schwingen kann. „Der Tommy hat diesmal größeren Einfluß aufs Songwriting gehabt. Da er aus einer anderen musikalischen Richtung kommt als ich, ist dieses Album abwechslungsreicher als das letzte. Ich denke auch, daß wir jetzt nicht mehr so leicht etikettiert werden können. Meine Stimme klingt nun mal nach PRONG, aber dadurch, daß Tommy jetzt auch singt („Ghost Dance“ und „Red House“ gar alleinig - A. d. V.), haben wir dem meiner Meinung nach recht effektiv Rechnung getragen.“
Was bleibt, ist ein Album, das GURD - nach offiziell 15.000 verkauften Einheiten des Debüts - durch eine ordentliche Supporttour in ungeahnte Popularitätshöhen hieven könnte - die Mischung stimmt.
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