Guzzard

the punkrock speedway

26.05.1995, 19:28, Text: Autor unbekannt

Im Mai des Jahres 1992 spielten GUZZARD ihre erste Show in einem kleinen Schuppen ihrer Heimatstadt Minneapolis. Bald entdeckte sie der lokale Labelinhaber J. Trestad (\"Project A-Bomb Rec.\") und finanzierte ihnen ihre Debüt-Single. Als Reaktion kamen Konzertangebote aus dem näheren Umkreis, beispielsweise von HAMMERHEAD, die einen Supportact für die Präsentation ihrer ersten LP suchten. GUZZARD kamen, sahen und siegten. Ein paar Monate später erreichte sie dann das Angebot von \"Amphetamine Reptile\", die Band unter Vertrag zu nehmen. Bis heute nahm man eine weitere Single mit den Stücken \"Tex\" und \"Glued\" auf, die Debütscheibe \"Get A Witness\", Beiträge für die labeleigene \"Clusterfuck '94\"-Compilation sowie den legendären \"Dope, Guns & Fucking In The Streets\"-Sampler und nun endlich die zweite vollständige Veröffentlichung, \"Quick, Fast, In A Hurry\" (Intro 04/95).

Einige Freunde machte sich die Band auf der letztjährigen \"Clusterfuck\"-Tour, als man gemeinsam mit TODAY IS THE DAY und CHOKEBORE in Europa unterwegs war, sowie auf der gerade beendeten US-Tour als Vorband der BABES IN TOYLAND.

Leidiges Thema, auf das wohl jede Punkband im Moment angesprochen wird, ist der Medienhype um diese Musikrichtung. GUZZARD stehen dem Ganzen eher desinteressiert gegenüber. \"Ach, das hat für uns keine Auswirkungen. Es gibt ein paar Figuren, die unsere Platten kaufen. Normalerweise spielen wir vor sehr wenigen Leuten, die auch nur kommen, weil halt eine Band spielt. Dementsprechend demotiviert und gelangweilt sind sie dann auch. Von daher war die BABES-Tour schon eine tolle Sache, weil wir so eine Menge Leute erreichten, die sonst nie zu einer unserer Shows gekommen wären.

Dieser Punkrock-Hype wird aber irgendwann zurückgehen, und die echten Fans werden genau wie die echten Bands übrigbleiben. Die eigentliche, schon seit Jahrzehnten bestehende Szene wird überleben, da sie von dem ganzen Trubel sowieso nicht betroffen wird.\"
Na, da bleibt ja zu hoffen, daß GUZZARD auch noch in späteren Zeiten, dafür aber beständig, die kleinen und kleinsten Bühnen dieser Welt beackern und uns zeigen, wo der Hammer hängt: In Minneapolis.



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aus Intro #25 (Juni 1995)
 
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