Wumpscut

nichts für zartbesaitete Gemüter

27.04.1995, 12:02, Text: Autor unbekannt

WUMPSCUT, der Name ohne tiefgründige Bedeutung, steht zunächst einmal für harte Elektronik mit bösartig verzerrtem Gesang, aber auch für immer wieder originelle und abwechslungsreiche Soundstrukturen, die sich erfolgreich dagegen wehren, in irgendein Klischee oder Schema gepreßt zu werden, und damit einen eigenen Maßstab setzen. Nicht zuletzt auch die Cover-Gestaltung, die bei zartbesaiteten Gemütern Reaktionen von geschockt bis angeekelt hervorrufen dürfte, ist kennzeichned für das Projekt. Zwar wurden nach der Veröffentlichung des Debüts Vergleiche u. a. zu LEAETHER STRIP bemüht, doch sie hinken, selbst wenn ab und zu Anleihen an das dänische Projekt vage herausklingen.

Mittlerweile ist es Rudy R. gelungen, seinen eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen. \"Es erscheint mir sinnvoll, verschiedene Stilrichtungen zu einem Produkt zu vereinen. In Zukunft wird der Rhythmus das Bindeglied zwischen allem werden. Mit :WUMPSCUT: sollen verschiedenste musikalische Ausdrucksformen assoziiert werden.\"
Viel Wert legt er darauf, mit :WUMPSCUT: eigenständig arbeiten zu können, was sich zuletzt in der Gründung eines eigenen Labels, \"Beton Kopf Media\", niederschlug, das lediglich :WUMPSCUT:-Produkte veröffentlichen wird. Für September ist die Veröffentlichung eines zweiten Longplayers, »Bunkertor 7« betitelt, geplant, auf die der Kreis der Elektronik-Fans vermutlich schon gespannt wartet.



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aus Intro #24 (Mai 1995)
 
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