Hedge Hog

ein abend zum schadesagen

26.04.1995, 14:58, Text: Autor unbekannt

Im Gespräch zeigte sich Sänger Morten vorsichtig zuversichtlich auf dem Weg, den HEDGE HOG (= Igel) kurz vor dem Erscheinen ihrer ersten CD \"Thorn Cord Wonder\" eingeschlagen haben. \"Was wir brauchen, ist Promotion. Dafür sind wir jetzt in Deutschland bei 'Public Propaganda', obwohl ich gehört habe, die machen viel Dancemusic.\" Schade also. Er nippte an seinem Kaffee, der ihn doch nicht mehr wach machen würde, während die anderen, geschlaucht nach zwei Wochen Tour, in ihren Schlafsäcken zu dösen versuchen.
Ihre EP \"Healing\" (siehe INTRO 03/95) klingt wunderschön emotional, mal melancholisch, mal aggressiv, immer aber auch überzeugend ehrlich.

\"Ich glaube, wir suchen immer das Gefühl hinter dem Stück, etwas, das nicht alleine durch die Musik sichtbar wird. Es ist entscheidend, einen Song zu machen, der dir etwas bedeutet. Das wird live besonders wichtig, wenn die ganze Energie ausbrechen kann. Im Studio setzen wir uns eher hin und hören dem, was wir spielen, zu.\" Nach Energiebündeln sahen die fünf allerdings nicht mehr aus. Alles selberzumachen ist auch nicht so toll, oder? \"Überall auf der Tour wurden wir durch gute Reaktionen entschädigt und haben eine Menge T-Shirts und CDs verkauft. Die letzte Woche ist nicht so toll. Wir sind alle müde, und das mit unserem Schlagzeuger ..., egal ...\"
Sprach's und erklomm die Bretter, um mit seinen Mannen 30 Leute zu begeistern. Teilweise richtig sentimentale Balladen (\"Heal\" = Hit) an riffige Brettgitarrensongs gereiht, immer das Quentchen Noise im Ärmel und eine Menge Spaß an dem, was sie taten. Die Stücke, die ich noch nicht kannte, waren eigentlich die besten, so daß ich mich delirisch auf den Longplayer freue. Nich' schade.



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aus Intro #24 (Mai 1995)
 
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