Slash's Snakepit

rock aus der schlangengrube

15.03.1995, 16:55, Text: Autor unbekannt

"Nach jeder GUNS'N'ROSES-Tournee weiß ich nicht, wo ich hingehöre und nehme jede Menge Drogen. Diesmal habe ich statt dessen das Album aufgenommen." Ein waschechtes Rock'n'Roll-Album, ohne Balladen, aber mit viel Blues. So richtig hitverdächtiges Material ist allerdings nicht dabei, eine bodenständige Platte halt, aber nicht weltbewegend. "Ich hatte die Songs ursprünglich für GUNS geschrieben, aber Axl mochte sie nicht. Also habe ich es ohne ihn gemacht."
Überhaupt GUNS'N'ROSES. Die größte Rock-Band der letzten Jahre hat Probleme. "Zur Zeit rede ich nicht mit Axl. Als wir im Herbst 'Sympathy For The Devil' aufnahmen, bin ich rein ins Studio, habe meinen Part gespielt und bin wieder raus." Warum kam es zum Streit? "Axl hat eines Tages beschlossen, daß er nicht mehr mit Gilby (Gitarrist Gilby Clarke) zusammenarbeiten wollte.

Ich war geschockt. Axl sieht die Musiker bloß als Typen, die ihre Instrumente spielen, aber Mann, wir sind doch eine Band."
Bei SLASH'S SNAKEPIT ist Clarke natürlich mit dabei, außerdem singt Eric Dover (Ex-JELLYFISH). Für SLASH selbst ist seine neue Band eine willkommene Erholung vom Groß-Unternehmen GUNS'N'ROSES. Im Studio hat man darauf geachtet, nicht zu perfekt zu arbeiten, die Spontaneität und Spielfreude ist denn auch allgegenwärtig.
"Ich bin im Grunde ein lockerer, zugänglicher Typ. Bei GUNS'N'ROSES vermisse ich den Spaß. Da ist vieles aus dem Gleichgewicht geraten. Wenn du die ganze Fassade herunterreißt, sind wir doch bloß ein paar Musiker, die abends gerne mit ein paar Freunden ein Bier in der Kneipe trinken."
Letzte Meldung: Noch vor SLASHs Solo-Tour (voraussichtlich Ende Mai in Deutschland) haben sich GUNS'N'ROSES ins Studio begeben, um an neuen Songs zu arbeiten. Die eigentlichen Aufnahmen sollen im Spätsommer beginnen.



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aus Intro #23 (April 1995)
 
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