Fisher Z

frische songs vom alten sack

03.02.1995, 14:12, Text: Autor unbekannt

Gutgetan hat es dem Mittvierziger mit Strohhut, zum ersten Mal in seinem Künstlerleben Unterstützung von einem Produzenten, dem renommierten Pete Glenister, in Anspruch zu nehmen, statt wie sonst alles in Eigenregie aufzunehmen. \"Auch ein guter Song kann im Studio noch verbessert werden. Pete hat mir gezeigt, wie das geht.\" Auf der einen Seite der spontane und oft ungeduldige Watts, auf der anderen der \"langsame und methodische\" Glenister. \"Der Kontrast hat uns beide angespornt, hervorragende Arbeit abzuliefern.\"
Nach dem lustlosen Vorgänger \"Kamikaze Shirt\" ist \"Stream\" ein Album geworden, das man ohne zu gähnen von vorn bis hinten durchhören kann.

Und das immer wieder. Schwungvolle, fast hymnische Stücke wie das furiose \"Dream Wedding\" bestimmen das Klangbild, hin und wieder streut Watts auch eine Ballade ein, ohne aber kitschig zu klingen (\"Big Man Buddha\"). \"Die meisten Journalisten denken, ich sei zu alt. Es gibt im Musikbusiness tatsächlich wenig Platz für alte alternative Acts wie mich. Wer lange dabei ist, macht meistens langweilige Musik oder kopiert sich selbst, so wie PINK FLOYD oder die ROLLING STONES. Als Newcomer hast du dagegen alle Sympathien auf deiner Seite.\"
Damit man seiner Musik die wohlverdiente Aufmerksamkeit schenkt, hat Watts diesmal darauf verzichtet, seine Texte abzudrucken. Dabei erzählen FISHER Z-Lieder doch richtige Geschichten, auf \"Stream\" zum Beispiel über junge, unglückliche Filmstars oder russische Offiziere in Odessa. In einem Song beschreibt Watt auch einen eigenen Traum, in dem er ganz feierlich in einer großen Kirche getraut wird. \"Wenn man sie oft genug hört, bekommt man die Texte schon irgendwann mit. Verstehen muß man sie gar nicht.\"



Artikel kommentieren
aus Intro #22 (März 1995)
 
  • Mehr Infos

  •  
Alle Artikel von Autor unbekannt
 
 

Social Network Login




Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
 
  • MEIST GEKLICKT

  •  
 

Spalter: Platte und Film des Monats

Spalter: Platte und Film des Monats

Das Intro-Streitgespräch: Jeden Monat eine neue Platte, ein neuer Film und unterschiedliche Meinungen. [...mehr]

 

INTRO-TV

K.I.Z. schauen fern - Videocheck beim splash: Von Klaus Kinski bis Fritz Lang

K.I.Z. schauen fern

Videocheck beim splash: Von Klaus Kinski bis Fritz Lang
... mehr

 

Platten in einem Satz

Platten in einem Satz

Neu bei Intro: Plattenkritiken in SMS-Länge! Die besten "Oneliner" gibt's hier.