Thee Hypnotics

hypnotischer psycho-blues

10.11.1994, 20:32, Text: Autor unbekannt

Annähernd drei Jahre hatten die HYPNOTICS eine Schaffenspause eingelegt, um sich nun mit ihrem vierten Album \"The Very Christal Speed Machine\" vehement zurückzumelden. Vorangegangen waren einige schwer verdauliche Rückschläge: 1992 war Bassist Will Pepper ausgestiegen, da er sich dem Tourstreß nicht mehr gewachsen fühlte. Nur einen Monat nach \"Dienstantritt\" starb der gerade eingespielte Ersatzmann Craig Pike an einer Überdosis Heroin. Zwar kam daraufhin der zuvor ausgestiegene Will Pepper zur Band zurück, aber keiner wußte so genau, wie es denn eigentlich weitergehen sollte. Erst im Dezember '93 fand dieser lethargische Zustand ein Ende, denn auf Initiative des BLACK CROWES-Sängers Chris Robinson hin wechselten THEE HYPNOTICS von \"Beggars Banquet\" zu Rick Rubins \"American Label\".

Innerhalb von nur drei Wochen spielte die Band, produziert von Chris Robinson, in L.A. ihr neues Albun ein.
Neben den BLACK CROWES gehören sie zu den letzten Bands, die dem traditionellen Lager zuzuordnen sind, wobei die HYPNOTICS keinesfalls von den CROWES beeinflußt wurden, eher umgekehrt. Das wirft natürlich die Frage auf, wie man sich als eine Art Dinosaurier fühlt. \"Es ist sehr schade, daß es nicht mehr Bands gibt, die der alten Schule frönen. Es berufen sich zwar eine Menge neuer Bands, die auch gar nicht so übel sind, auf die 70er, aber das ist doch eher ein anderer Schlag von Musikern\", gibt Sänger Jim Jones zu Protokoll. Seiner Auffassung nach hat keine der heute populären Bands wirklichen Blues, der eigentlich eine Grundvoraussetzung für solche Musik ist. Neben dem Blues und den Cruchy-Gitarren sind die psychedelischen Elemente ein wichtiger Bestandteil der Musik der HYPNOTICS, so ist auch kaum ein Stück kürzer als fünf Minuten. Ganz im Gegenteil, ihre bis zu 10minütigen drogenschweren Epen leben den Blues wirklich bis zur Vollendung aus. So heißt es auf ihrer neuen Single denn auch sehr treffend: I've got the blues, killing me slow, can't let go!\"



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aus Intro #20 (Dezember 1994 / Januar 1995)
 
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