Cock Sparrer
eine streetpunklegende läßt ihre hymnen in europas hallen erschallen...
13.06.1994, 14:42, Text: Autor unbekannt
Es begann 1975, als fünf fußballbegeisterte Jugendliche, die sich von der Schule kannten, beschlossen, eine Rockband zu gründen. Durch die '76 entstehende Punkwelle und die OI-Bewegung machten sie sich recht schnell mit Livegigs einen Namen und so erschien dann auch schon im Jahr darauf ihre erste LP, leider jedoch nur in Spanien, wo sie bei Decca Rec. auch ein paar Singles einspielten. Das wohl beste Album der Punk-Rock-Geschichte \"Shock Troops\" kam 1983 auf den Markt, gefolgt von der auch sehr guten \"Runnin' Riot\"-LP.
Danach war erst mal Sendepause, da es durch Gerüchte fast unmöglich war, einen Veranstaltungsort für Gigs zu finden.
Nach ihrem Auftritt bei einem Punkfestival im Londoner Astoria Theater 1992 war für COCK SPARRER klar, daß ihr Street-Punk auch noch heute ankommt. So sah man sich nach einem geeigneten Label um, doch in England zeigte niemand richtiges Interesse, und an eine Eigenproduktion war finanziell nicht zu denken. In diese Überlegungen kamen gleich zwei Angebote: das einer Europa-Tournee und der Vorschlag des Bitzcore-Labels, ein Album zu produzieren.
So hatte ich endlich die Möglichkeit, COCK SPARRRERs ersten Auftritt in Deutschland zu erleben und gleichzeitig ein paar Takte mit Sänger Colin McFaull zu reden.
Intro: Was ist das eigentlich für ein Gefühl, erstmalig auf dem Kontinent zu spielen?
Colin: Auf diesen Moment haben wir seit 20 Jahren gewartet. Es gab halt nie die finanziellen Möglichkeiten für eine solche Tour.
Intro: Euer Song \"England Belongs To Me\" wird ja von einigen Schwachköpfen falsch interpretiert, außerdem gibt es Gerüchte, ihr wärt mal National-Front-Mitglieder gewesen. Könnest du dazu Stellung nehmen, um mit diesem Thema ein für allemal aufzuräumen?
Colin: Wir waren weder in der National-Front, noch sind wir Faschisten, das ist Bullshit. \"England Belongs\" ist ein antifaschistischer Song, denn er soll aussagen, daß der \"Union Jack\" uns gehört und nicht den Faschisten - also am besten erstmal den Text durchlesen ehe man voreingenommen urteilt. Wir wollen definitiv keine Nazis auf unseren Konzerten. In England gab es öfters Ärger mit Boneheads (Faschoskins), was immer wieder zu Ausschreitungen und Konzertabbrüchen geführt hat. Deshalb haben wir für die Europatournee unser Tourmanagement angewiesen, dafür zu sorgen, daß Nazis draußen bleiben.
Intro: Möchtest du unseren Lesern noch etwas persönliches mit-teilen?
Colin: Na klar, wo immer ihr COCK SPARRER live sehen wollt, werden wir für euch da sein!
Und sie waren da. Eines der besten Konzerte des Jahres. Um es mit den Worten eines meiner Freunde auszudrücken: \"Ich habe Götter gesehen.\"
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