CHARLIE MARIANO
Quelle: Wikipedia
Charlie Mariano, gebürtig Carmine Ugo Mariano, (* 12. November 1923 in Boston, Massachusetts; ? 16. Juni 2009 in Köln) war ein US-amerikanischer Jazz-Altsaxophonist, Flötist und Oboist (Nagaswaram). Charles Mingus bezeichnete Marianos lyrischen Ton auf dem Altsaxofon als «Tears of Sound», Leid- und Freudentränen als Klang. Mariano war einer der ersten Jazzmusiker, die Weltmusik spielten.
Mariano wurde als drittes und jüngstes Kind italienischer Einwanderer aus den Abruzzen geboren, seinem Vater dem Koch Giovanni Mariano und seiner Mutter Maria Digirronimo Mariano. Er wurde mit Opernmusik groß, erhielt als Kind Klavierunterricht und wechselte erst mit 17 Jahren zum Saxophon. Sein großes Vorbild war in dieser Zeit der Saxofonist Lester Young. Später war Mariano dann von Spielweise und Sound von Johnny Hodges beeindruckt; Mariano nannte ihn "sein erstes wichtiges Vorbild". Mariano spielte später dann, unter dem Einfluss von John Coltrane auch das Sopransaxophon und war einer der wenigen Saxophonisten mit einer eigenständigen und wiedererkennbaren Spielcharakteristik auf diesem Instrument, das nicht sein Hauptinstrument war. [weiterlesen]
Mariano begann bereits 1942, in professionellen Showbands aufzutreten. Von 1943 bis 1945 wurde er in die US Army eingezogen, nicht jedoch zum Fronteinsatz, sondern lediglich in Militärbands. Er studierte ab 1945 drei Jahre Musik am Berklee College of Music (damals noch Schillinger House) in Boston, wo er ab 1958 auch unterrichtete. 1948 arbeitete er mit Shorty Sherock zusammen, dann mit Larry Clinton, Nat Pierce, mit dem er ab 1948 Aufnahmen machte, sowie in der Band von Chubby Jackson und Bill Harris. 1950 erschien seine erste Aufnahme unter eigenem Namen (Charlie Mariano and his Jazz group, mit Herb Pomeroy, Jaki Byard).
Bereits 1952 bezeichnete ihn der Jazzjournalist Nat Hentoff als "größten Musiker Bostons". 1953 war er in der Band von Chubby Jackson und Bill Harris. Von 1953 bis 1955 spielte er bei Stan Kenton. An der Westküste spielte er von 1956 bis 1958 mit Shelly Manne und war einer der führenden Mitglieder seiner Formation Shelly Manne & His Men, für die er die Suite "The Gambit" (1957) schrieb.
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