Unterwegs in Asien: Pitchtuner

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Die erste Station unserer Tour durch China und Japan ist Shanghai. Hier sind wir eingeladen, auf dem Berlin Square der EXPO zu spielen und einen Hauch Berlin auf der Open Air Europa Bühne zu verbreiten. Das Publikum ist sichtlich begeistert!
Später gehen wir in den legendären Shelter Club, um dort Jahcoozi live zu erleben. Der Shelter Club ist ein immer noch aktiver Luftschutzkeller, in dem seit ein paar Jahren Parties und live Events stattfinden. In einem kurzen Interview mit dem Club Besitzer habe ich erfahren, dass der Club erst seit ein paar Jahren besteht und einer der ersten unabhängigen Clubs in Shanghai ist. Es gibt zwar viele Clubs hier, die allerdings sehr an den Mainstream orientiert sind und wohin die Leute weniger gehen, um gute Musik zu geniessen. Der Shelter Club ist da ganz anders und hier hat die lokale Szene ihr Zuhause und auch internationale Artists und DJ acts spielen hier regelmässig. Lokale Größen wir Antidote, DJ Ozone und Liman sind hier sehr aktiv dabei.

Die erste Station unserer Tour durch China und Japan ist Shanghai. Hier sind wir eingeladen, auf dem Berlin Square der EXPO zu spielen und einen Hauch Berlin auf der Open Air Europa Bühne zu verbreiten. Das Publikum ist sichtlich begeistert! Später gehen wir in den legendären Shelter Club, um dort Jahcoozi live zu erleben. Der Shelter Club ist ein immer noch aktiver Luftschutzkeller, in dem seit ein paar Jahren Parties und live Events stattfinden. In einem kurzen Interview mit dem Club Besitzer habe ich erfahren, dass der Club erst seit ein paar Jahren besteht und einer der ersten unabhängigen Clubs in Shanghai ist. Es gibt zwar viele Clubs hier, die allerdings sehr an den Mainstream orientiert sind und wohin die Leute weniger gehen, um gute Musik zu geniessen. Der Shelter Club ist da ganz anders und hier hat die lokale Szene ihr Zuhause und auch internationale Artists und DJ acts spielen hier regelmässig. Lokale Größen wir Antidote, DJ Ozone und Liman sind hier sehr aktiv dabei.
Foto: Robert Eysoldt

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Im 'Not Me' Club, in dem ich zuvor einen Workshop über Ableton Live und meine selbst entwickelten Instrumente und Controller gebe habe, legen wir heute Nacht auf und die Party ist wie erwartet großartig. Wir haben sogar noch Verstärkung von Liman, der eigentlich auf einer Party im Shelter Club, von dem ich ja schon berichtet habe, auflegen sollte. Allerdings ist heute Jahrestag der Tragödie auf dem Platz des himmlischen Friedens vor 20 Jahren, wo zahlreiche Studenten ermordet wurden. Die Party im Shelter Club hatte den Namen 'White' Party, was zur Folge hatte, dass von Oben die Veranstaltung kurzerhand abgesagt wurde. Weiß soll wohl der Grund für die Absage gewesen sein, da sie hier die Farbe des Todes sein soll. Wir hatten also kurzerhand diese Party mit unserer zusammen gelegt und somit doppelt Spass: Es wird heute sehr laut und spät, sehr spät!
In Hangzhou sind wir von der Größe des Festivals nicht schlecht überrascht. Wir spielen vor fast 10000 Leuten zur besten Zeit und werden mit großer Begeisterung und Tanzfreude belohnt!
Nach unserer neun stündigen Nachtzugfahrt im Liegewagen, die uns umgerechnet nur etwa 35 Euro kostet, erreichen wir Wuhan! Den bereits sechsten Gig in China werden wir zusammen mit Jeans Team unter technisch nicht idealen Bedingungen im Vox Club spielen. Egal, Freestyle ist King und wir haben alle unseren Spaß! Beim Gespräch mit dem Promoter erfahre ich, dass der Vox Club das einzige Live House in Wuhan ist und eigentlich alle Bands aus China hier halt machen. Eine unglaubliche Sache, da Wuhan immerhin neun Millionen Einwohner zählt. Wuhan ist bekannt für seine lebendige Punk und Hard Core Szene.
Heute ist unser Gig im Yu Gong Yi Shan, dem legendären Club hier in Beijing. Ich war hier schon vor einem Jahr um das Konzert der in China sehr bekannten Band 'Pet Conspiracy' zu eröffnet. Fantastische Erinnerungen! Der Gig heute schließt sich natlos an diese an: Der Abend mit Jeans Team sprengt alle Erwartungen! Nach dem Konzert lerne ich einen hier lebenden ex-Berliner kennen, der den 'Tresor Beijing' in ein paar Wochen im ehemaligen Mao Bunker eröffnen wird.
Chengdu liegt in Zentral-China und ist für die chinesische Musikszene eine sehr wichtige Stadt. Es gibt hier im Gegensatz zu anderen Städten richtig viele Clubs und in der Nähe findet das älteste und größte Musikfestival Chinas statt. Es ist gerade mal drei Jahre alt und hatte dieses Jahr schon 300 000 Besucher! Nach dem Konzert kommen wir mit Jef ins Gespräch, der auf Empfehlung seiner chinesischen Freundin, die uns in Wuhan gesehen hatte, kam. Jef wird demnächst zusammen mit dem Betreiber der 'Littel Bar', ein gar nicht so kleiner Club, in dem wir heute gespielt haben, ein weiteres Live House in Chendu eröffnen. Er erzählt mir, dass es dafür erst mal sehr guter Kontakte zur Regierung bedarf und eines chinesischen Partners, da Ausländer hier nicht selbständig ein Geschäft eröffnen dürfen. Nach dem Gig fliegen wir über Xiamen nach Japan weiter.
Das Konzert heute ist sehr gut besucht und da es ein Party-Reihe ist, tanzt das Publikum auch ab dem ersten Ton von uns mit. Nach dem Konzert lerne ich sogar Mikis ehemaligen Chef vom Club Quattro kennen, der eine teure Flasche echten Champagner zum Ausdruck seiner großen Freude über das Wiedersehen mit Miki mitbringt. Er sieht sehr Stolz auf seinen Sprößling aus. Einige Freunde und ehemalige Kollegen von Miki aus dieser Zeit spielen heute noch in recht bekannten Bands oder sind anderweitig im Musikgeschäft aktiv. Es ist schön, so eine Entwicklung zu sehen und ein Teil davon zu sein!
Kaum Zeit für Musik! Die Bedingungen für Musiker hier sind durchaus mit denen in England zu vergleichen: Besonders als einheimische Band ist es kaum möglich durch Live-Konzerte Geld zu verdienen. Im Gegenteil: Wer hier spielen will, muss dem Club ein bestimmtes Kontingent an Eintrittskarten abkaufen, die er dann selbst verkaufen muss. Zum Glück haben wir eine Sonderstellung als ausländische Band und können so etwas bessere Deals vereinbaren.
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