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was kann man tun um die arbeitslosigkeit su senken?

  • User: BriiA
  • BriiA

    Dabei seit: 31.05.2002

  • 18.03.2005 | 14:51:03
    ...sollte

  • User: yeuz
  • yeuz

    Ort: Köln
    Postings: 4,514
    Dabei seit: 22.08.2001

  • 18.03.2005 | 15:17:40
    Vergleich mal die Steuersätze in Deutschland mit denen anderer Staaten.
    Zusätzlich noch die Lohnnebenkosten.
    Dann ist es doch klar, dass Stellen abgebaut und Produktiosstätten verlagert werden.

    Arbeitsplätze schaffen ist eigentlich das kleinste Problem.
    PRODUKTIVE Arbeitsplätze schaffen hingegen schon.
    Der einzige Sektor, in dem es hier in Deutschland durch den hohen technischen Standard überhaupt noch Bedarf herrscht, ist im Bereich Dienstleistungen.
    Warum kann man in so vielen Ländern 24/7 einkaufen gehen, aber nicht hier ?
    Was ist mit dem Personalbedarf in Krankenhäusern oder in der Altenpflege ?
    Warum dauert es 4 Wochen bis mein Telefon angschlossen wird ?
    Warum sucht man in Geschäften oft stundenlang jemanden, der beraten kann ?
    Warum sind bei der Post nur zwei von 10 Schaltern geöffnet, an denen sich Schlangen bilden ?

  • User: schachtelpapst
  • schachtelpapst

    Dabei seit: 16.01.2005

  • 18.03.2005 | 17:54:45
    "Arbeitslosigkeit" senken...hm, Globalisierung rückgängig machen oder kollektiv ne Zeitmaschine in die Vergangenheit nehmen, ich bleib dann aber trotzdem gern hier :)

  • User: unrayodesol
  • unrayodesol
    Too old to die young

    Postings: 1,546
    Dabei seit: 04.10.2002

  • 20.03.2005 | 10:52:31
    Ich fände es zwar auch schön, wenn die Lohnnebenkosten niedriger wären ("strafsteuern auf arbeitsplätze" ist sehr treffend, da ja beispielsweise ein Parplatzbetreiber, der einen Parkwächter einstellt, Arbeitgeberanteile zahlen muss, dagegen einer, der einen Parkscheinautomaten aufstellt, nicht).
    Das Problem wird dadarch aber noch nicht gelöst. Auch nicht durch niedrige Steuern/Löhne. Irgendwo gibt es immer ein Land, wo es die Leute nötig haben, zu noch schlechteren bedingungen zu arbeiten. In Mexiko wird den Arbeitern ja auch gedroht, die Produktion nach China zu verlagern.

    Die durch die Produktivitätssteigerung weniger werdende Arbeit sollte gleichmäßiger verteilt werden. Wenn jeder Werktätige 10% weniger arbeitet, haben wir 10% mehr Arbeitsplätze.

  • User: UweB
  • UweB

    Postings: 453
    Dabei seit: 23.03.2001

  • 20.03.2005 | 13:40:27
    Bildung, Forschung und Innovation massiv stärken und nicht nur drüber labern.

    Aber das hätte schon vor 20 Jahren passieren sollen..
    Autobau, Kohle etc. ist nich tmehr so angesagt in Deutschland. Und nur gute Panzer bauen: ich weiß nicht.

    2006 wird die Cdu dann wohl die Eigenheimzulage kippen, um ihre nicht gegenfinanzierte Steuerreform zu machen. Bin gespannt, ob die viel gescholtene Ökosteuer und der never ending Soli Beitrag dann auch mal wegfallen.

    Mir graut zwar vor der Cdu - aber Rot-grün bringen s zumindest im Landesinneren offensichtlich auch nicht.

  • ElvisHH

  • 20.03.2005 | 14:13:09
    Ich dachte gerade die CDU will die Eigenheimzulage halten, um nicht Familien und der Bauwirtschaft zu schaden?

  • User: Mylox
  • Mylox
    Dipl.-Ing.

    Postings: 819
    Dabei seit: 20.07.2001

  • 20.03.2005 | 19:12:45
    das problem darf nicht kosmetisch angegangen werden, sondern direkt von der wurzel. sprich: keine vermehrung des kapitals um jeden preis. bloss bis das in der köppe der menschen reingeht, dauert es wohl noch tausend jahre.

  • User: QBert
  • QBert

    Postings: 873
    Dabei seit: 13.06.2004

  • 25.03.2005 | 21:22:06
    Ich persönlich sehe überhaupt kein Problem darin, dass die fortschreitende Rationalisierung es ermöglicht, mit weniger Arbeit das gleiche herzustellen. Ich brauche nicht immer mehr (materiellen) Reichtum - Freizeit und Freiheit sind mir viel wichtiger. Und da werde ich doch wohl (neben bitchy) nicht der einzige sein, oder?

    Wie soll denn die Arbeitslosigkeit gesenkt werden, wenn alle für das gleiche Geld 10% mehr arbeiten? Dann bräuchten wir ja schon mal 10% mehr Arbeit um den jetzigen Beschäftigungsstand überhaupt zu halten!

    Dann doch lieber standardmäßig die 30 Std-Woche für die breite (nicht ganz so qualifizierte) Masse! Ohne Lohnausgleich natürlich - wer unbedingt mehr Geld braucht, darf natürlich mehr arbeiten.

    Und mit den Einsparungen am Arbeitslosengeld kann man dann z.B. die Einkommenssteuern senken - die Kaufkraft würde also nicht sinken.

  • User: QBert
  • QBert

    Postings: 873
    Dabei seit: 13.06.2004

  • 25.03.2005 | 21:31:54
    Aber was mir doch wirklich mal bitte ein Volkswirtschaftler erklären soll: Kein anderes großes Industrieland exportiert pro Kopf auch nur annähernd so viel wie Deutschland - und die Exporte steigen und steigen (mangelnde Konkurrenzfähigkeit der Industrie kann also nicht die Grundursache des Problems sein) - und trotzdem ist das BIP/Kopf fast um einen Faktor 2 kleiner als in Japan und den USA und dümpelt seit über 10 Jahren vor sich hin. Ist das Problem die Konsumverweigerung der Deutschen? Darf es wirklich ein Problem sein, wenn man sparsam lebt? Sollen wir künstlich den Wirtschaftskreislauf aufblähen, mehr konsumieren um mehr herstellen und verkaufen zu dürfen?
    Das ist doch pervers!

  • User: Klangjunge
  • Klangjunge

    Postings: 2,784
    Dabei seit: 01.02.2005

  • 26.03.2005 | 16:44:41
    Es sollte erst einmal einfacher werden, Arbeitsplätze zu schaffen. Deutschland ist krankgeregelt. Für alles und jedes gibt es eine Regelung, Genehmigung etc. etc.

    Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber werden durch diverse Verwaltungen behindert.
    Dabei geht's mir jetzt nicht um eine Aushöhlung vom Arbeitsrecht.

    Auch das Steuerrecht behindert Arbeit: Es kann nicht sein, daß der Mittelstand unter der Steuerlast erdrückt und gengängelt wird, und die Großunternehmen sich durch Tricks z.T. komplett steuerfrei halten können.

    Was den Managern ganz oben fehlt ist Ethik. Man muss ihnen klar machen, daß wenn für sie weiterhin nur der Shareholder zählt, irgendwann ein großer Knall kommt. Das Leben ist eben kein BWL-Studium...

    Dieses Verhalten bereitet den Boden für Anhänger einer Anti-kapitalischen, anti-globalen Bewegung -> verkürzt ausgedrückt nationalistische Sozialisten -> Nazis.

    @Qbert: es wird doch nur noch ein Teil der "exportierten" Waren in Deutschland hergestellt. Der Faktor Arbeit wurd outgesourcet...das, was in den Export-Statistiken auftaucht, ist der Gewinn am Fussball für die Deutsche Firma Puma, der in Bangladesh handgenäht wurde...oder so.

  • User: QBert
  • QBert

    Postings: 873
    Dabei seit: 13.06.2004

  • 26.03.2005 | 17:17:33
    @Klangjunge: Soweit ich weiß, wird der "outgesourcte" Faktor Arbeit aber auch als Import verzeichnet. Die steigen zwar auch schnell an - aber nach wie vor langsamer als der Export.

    Neenee. Mag sein, dass es sich nicht mehr lohnt, neue Fertigungsstätten in Deutschland aufzuziehen - aber unsere gegenwärtige Wirtschaftskrise ist trotzdem nicht einfach nur eine Krise der verarbeitenden Industrie, das geht tiefer!

    Nicht vergessen darf man in diesem Zusammenhang z.B. auch, dass es jede Menge Beispiele für andere Länder gibt, in denen die Industrie schon immer eine eher geringe Rolle (z.B. Dänemark) gespielt hat, oder bei denen die Deindustrialisierung schon weit vorran geschritten ist (GB)- und denen es trotzdem wirtschaftlich besser geht als Deutschland!


    Und auf die Ethik von Managern zu hoffen ist meiner Meinung nach doch ein bißchen seeeehr naiv - immerhin hängen sie ja persönlich vom Wohlwollen ihrer Aktionäre ab.

  • User: Klangjunge
  • Klangjunge

    Postings: 2,784
    Dabei seit: 01.02.2005

  • 29.03.2005 | 11:41:45
    klar ist das naiv...aber, wenn Du die Manager nicht zwingen kannst/willst, hilft eben nur "bitte, bitte" sagen...

  • User: knüt1
  • knüt1

    Postings: 206
    Dabei seit: 26.06.2003

  • 29.03.2005 | 17:29:59
    In 10 bis 30 Jahren hat sich das Arbeitslosigkeitsproblem doch eh erledigt. Denn dann gibt es 5 mio mehr Rentner wie heute und somit keine Arbeitslosen mehr. Also muss man nur die nächsten paar Jahrzehnte aussitzen.

  • User: H2SO4
  • H2SO4

    Postings: 3,875
    Dabei seit: 15.03.2001

  • 29.03.2005 | 17:53:29
    Das Problem ist dann allerdings, dass die Renten nicht mehr von den Gahältern bazahlt werden können (Also noch weniger als heute) weswegen die Lebensarbeitszeit raufgesetzt wird. Und das obwohl ohne Probleme mit deutlich weniger Leuten ein höherer Wohlstand für alle geschaffen werden könnte.

  • User: knüt1
  • knüt1

    Postings: 206
    Dabei seit: 26.06.2003

  • 29.03.2005 | 18:49:53
    Dieses Problem hab ich einfach mal großzügig weg gelassen. Aber die gestiegene Lebensarbeitszeit löst vielleicht auch das Problem. Denn man stirbt früher, dann muss der Staat weniger Rente gezahlt und man braucht nicht mehr so lange zu arbeiten ;-).

  • User: bitchy_bitch
  • bitchy_bitch
    experteuse. für alles. noch fr

    Postings: 16,967
    Dabei seit: 22.12.2002

  • 30.03.2005 | 04:12:47
    wenn ich das richtig sehe, ist revolution mal wieder die einzige lösung.

    oder wenn schon nicht revolution: wenigstens mal ein ganz klein bisschen utopisches denken jenseits des kapitalismus, seiner neoliberalen innovationen und ähnlichem.

  • User: H2SO4
  • H2SO4

    Postings: 3,875
    Dabei seit: 15.03.2001

  • 30.03.2005 | 17:45:11
    Revolution ist auch keine Lösung, da der Großteil der Bevölkerung nicht bereit dafür ist.

    Somit kann es nur darum gehen die Leute überhaupt mal zum utopischen Denken jenseits des Kapitalismus zu bewegen. Vielleicht kriegt man ja mit etwas besseren Wählern auch auf parlamentarischem Wege etwas vernünftiges durch.

  • User: Tyler Bourbon
  • Tyler Bourbon

    Postings: 1,514
    Dabei seit: 24.05.2001

  • 31.03.2005 | 09:46:37
    Revolution als Lösung. Es gibt keine Lösung für Arbeitslosigkeit etc. Nun, höchstens eine sehr endgültige...:)

  • User: H2SO4
  • H2SO4

    Postings: 3,875
    Dabei seit: 15.03.2001

  • 31.03.2005 | 14:35:40
    Man braucht auch keine Lösung für Arbeitslosigkeit. Man muss halt nur von dem Trip runterkommen, dass Arbeitslosigkeit ein Problem ist.

  • User: bitchy_bitch
  • bitchy_bitch
    experteuse. für alles. noch fr

    Postings: 16,967
    Dabei seit: 22.12.2002

  • 31.03.2005 | 17:44:11
    und genau da muss dann mal utopisches denken anfangen. weg vom (lohn)arbeitsfetisch, weg von der hierarchisierung entlohnte=wertvolle arbeit und dem zirkelschluss, wenn man keinen direkten lohn für seine arbeit bekäme, sei diese auch nicht wertvoll und wichtig.
    und dazu ist scheinbar zumindest eine klitzekleine revolution in den köpfen nötig. man könnte es auch nachdenken nennen.

    dass kaum vorhandene arbeitnehmerrechte und niedrigste löhne nicht helfen (also jedenfalls nicht den arbeitssuchenden) kann man übrigens an den neuen östlichen eu-ländern (oder auch den usa oder...) sehen und braucht deswegen seine zeit eigentlich nicht mehr mit derartigen debatten verschwenden.

  • User: der kackofant
  • der kackofant
    kannibalist

    Dabei seit: 02.05.2011

  • 24.01.2012 | 15:40:21
    komisch... auf die naheliegendste lösung kam offensichtlich keiner:

  • User: frau_ziegelstein
  • frau_ziegelstein

    Postings: 49
    Dabei seit: 17.01.2012

  • 25.01.2012 | 06:31:45
    nichts brauchen die reichen wie die armen.


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