Die neue Platte der Norweger verlangt, wie gewohnt, Auseinandersetzung ab, entlohnt die Aufmerksamkeit aber tausendfach. Auf manche Dinge im Leben ist eben Verlass.
Die neue Platte der Norweger verlangt, wie gewohnt, Auseinandersetzung ab, entlohnt die Aufmerksamkeit aber tausendfach. Auf manche Dinge im Leben ist eben Verlass.
Auch nach fast 23 Jahren bricht sich der Schaffensdrang der norwegischen Psychedelic-Krauter weiter Bahn. Gefühlt alle halbe Jahr hauen Motorpsycho momentan ein neues Album raus, versuchen sich dabei jedes Mal neu zu erfinden und scheitern immer wieder – jedoch auf Ehrfurcht gebietend hohem Niveau. Das ist auch bei dieser Kollaboration mit Jazz-Keyboarder Stale Storloekken, der zusammen mit Ex-Motorpsycho Sten »Deathprod« Helge das Jazzprojekt Supersilent betreibt, nicht anders.
Nach dem freejazzigen Opener »Out Of The Woods« kommt sofort ein gut gelaunt verschwurbelter Siebenminüter namens »Through The Veil«, wie er bandtypischer nicht sein könnte: Flöten, sanfter Chorgesang, dazu ein böse rumpelnder Bass. Fazit: Auch alten Fans verlangt »... Unicorn« ein wenig Eingewöhnung ab, entlohnt die Aufmerksamkeit aber, wie gewohnt, tausendfach. Schön, dass man sich auf manche Dinge im Leben einfach noch verlassen kann.
13.02.2012 | 12:32:38 unterschreibe ich. ein wirklich, auch für motorpsycho-verhältnisse,
unglaublich schillerndes und detailreiches epos, was natürlich auch
an den famosen gastmusikern aus trondheims jazz- und klassik-
szene liegt.