Ding-dong. Welche Pop-Instanz steht seit Jahren stilprägend, cool und bis eben ohne Debüt in der Hand vor der Tür? Uffie, Uffie, Uffie, Uffie, Uffie, of course.
Ding-dong. Welche Pop-Instanz steht seit Jahren stilprägend, cool und bis eben ohne Debüt in der Hand vor der Tür? Uffie, Uffie, Uffie, Uffie, Uffie, of course.
Als die taz jüngst auf einer ganzen Seite Uffie gegen Ke$ha im Stile von Original vs. Plagiat ausspielte, war die Leser-Wut auf Ke$ha sicher groß. Die Frage nach Moral in der Plattenindustrie, nach Originalität im Freeware-Plug-in-Eldorado, die Stilisierung von Uffie als neuem Kurt Cobain aber mal ausgeblendet: In Ke$has Mittelschichts-Gören-Rap, der gerne von unten käme, lauern blöderweise trotzdem zwei geile Tracks.
Überhaupt findet sich in vielen tollen Pop-Alben seit den großen Uffie-Tagen 2006 ihr Trademark wieder: übersexualisierte selbstbewusste Raps, vom Ed-Banger-Sound pointiert zerhackstückt. Gegen die Rache des globalisierten Sounds und späten Debüts kämpft Uffie nun an: Ihre Vocals klingen noch zersampelter, Drums noch übersteuerter. Wenig überraschend, sind die Stücke aber im Gegenteil da besonders aufregend, wo Uffie nicht nach Uffie-Klischee klingt: bei der Neo-Pop-Hymne "Difficult" etwa, beim Siouxsie-And-The-Banshees-Stück "Hong Kong Gardens" oder im Rolling-Stones-seligen Titelstück. Die Musik von Uffie wird Ke$ha sicher gut gefallen - wenn sie sie eines Tages dann mal hört.
In drei Worten: Ed Banger / Endlich / Proto-Raver-Rap