Franz Ferdinand inna Dub-Stylee. Produzentenlegende Dan Carey greift die Tracks im besten Sinne von Dub als tiefenfrequentes Reworking an der Basis, ergo am Bass auf, bedient sich gesanglicher Bruchstücke aus dem zugrunde liegenden Albumerfolg "Tonight: Franz Ferdinand" - dem das vorliegende Machwerk in der De-luxe-Edition exklusive eines Tracks bereits beilag - und liefert neun Stücke variabler Güteklassen ab.
Statt bedrogter Dubdelays in Hallfahnensuppe gibt's zunächst einen auf Rhythmus skelettierten Indie-Discoism-Stampfer vom Reißbrett. Öde. Bumm-Tschack-Patterns klöppeln unter Synth-Presets umher. "Die On The Floor" ergänzt dieses Indielectro-Ding dann jedoch mit erfreulich arschtrockenem Acidgehupe straight from the TB 303.
Danach sind die Pforten offen für gravitationsfreie Disco zwischen Kraut und Dub. Synthesizer-Schiffe mit schiefschrötigen Säge-Orgeln (#4) treffen auf Vocodervocalfunk und Progrock-Bassschleifen. In den besten Momenten stolpert die ganze Kiste in ein herrlich wild wucherndes Durcheinander aus Filterdelays und melodiösem Irrsinn im Stereopanorama (#8). Die wie die besten Stücke des Albums viel zu kurze, in Echoschleppen geschmückte "Dream Again"-Variation "Be Afraid" rundet das durchwachsene Dub-Gedümpel dann mit einem fluffigen Fuzz-Dub ab.