» Infoboxen anzeigen / verstecken
 
  • Forenübersicht

  • Threadübersicht

 
« erste Seite | ‹ früher | /1 | später › | letzte Seite »

Franz Ferdinand

  • User: fletch242
  • fletch242
    Übersturmbannföhrer

    Postings: 6,389
    Dabei seit: 29.12.2001

  • 14.01.2004 | 14:31:53
    werden sie nun ein neuer hype??



    Rock aus der Bauhaus-Disco

    Die Glasgower Band Franz Ferdinand wird von Musikkritikern als allerneueste Rock-Sensation gefeiert.



    Franz-Ferdinand-Auftritt: Der Klang einer atemlosen, elektrisierten Jugend
    Warum nur nennen ein paar britische Nachwuchsrocker ihre Band nach einem Habsburger Erzherzog, dessen Ermordung in Sarajevo vor 90 Jahren den Ersten Weltkrieg auslöste? "Wir kennen uns alle ziemlich gut aus in der Geschichte des Ersten Weltkriegs", sagt Bob Hardy, der 23-jährige Bassist der Band Franz Ferdinand. Lange hätten er und seine Freunde über den rechten Namen für ihr Unternehmen gegrübelt: "Der, den wir jetzt haben, ist ungewöhnlich und bedeutungsvoll - er passt perfekt zu uns."
    Und tatsächlich geben sich Musikjournalisten aus Großbritannien viel Mühe, Franz Ferdinand als das Bedeutendste zu preisen, was die Popwelt in jüngster Zeit erschüttert hat. Schon die Veröffentlichung ihrer Debütsingle "Darts of Pleasure" im vergangenen Herbst bescherte Franz Ferdinand den Ruf, im Königreich des Pop seien ein paar neue Prinzen geboren. Das sei der "Sound von hier und jetzt", jubelte die "Sunday Times", und in "Observer" und "New Musical Express" wurden die Musiker, ein Schotte und drei Engländer, flugs zur "besten neuen Band Großbritanniens" gekrönt.

    Viel Lärm um vier blasse Jungs und eine zweifellos von viel Begabung zeugende Platte - doch es scheint so, als sei das Getöse vollauf berechtigt: Die in zwei Wochen erscheinende zweite Franz-Ferdinand-Single "Take Me Out" ist wiederum ein wunderbar frischer, melodischer Rocksong; und auch die Lieder des für März angekündigten Debütalbums sind von brillanter Qualität. So glanzvoll und energisch wie durch Franz Ferdinand wurde der Rock'n'Roll zuletzt allenfalls von der allseits angehimmelten New Yorker Bubi-Band The Strokes neu belebt.

    Klar hört man den Songs der Glasgower an, dass sie sich Bands wie die Talking Heads, Roxy Music oder XTC zum Vorbild genommen haben, jenseits aller Abkupferei aber klingen Franz Ferdinand immer nach atemloser, fabelhaft elektrisierter Jugend.

    Die Musiker selbst betonen ihre Verehrung für Disco-Titanen wie Chic und nennen es ihr vornehmstes Ziel, "Musik zu machen, zu der Mädchen tanzen". Dazu passt die Anekdote, dass der erste Auftritt von Franz Ferdinand angeblich im Schlafzimmer eines Mädchens namens Celia stattfand, wo die Jungs ihre damals nur vier Lieder so lange wiederholten, bis sich der letzte Gast nach Hause schleppte.



    In irgendwelchen Kaschemmen aufzutreten, also in Bars, Pubs und Jugendzentren, wie unter Rock-Anfängern üblich, lehnten Franz Ferdinand schnöde ab. Stattdessen übernahmen sie - illegalerweise - ein leer stehendes Art-déco-Lagerhaus. Der hochtrabende Plan war, jedes Konzert zu einem Event zu machen. So kombinierten sie ihre Musikdarbietungen mit Ausstellungen und allerlei Aktionen befreundeter Künstler, die sich unter dem Namen Chateau zusammengetan hatten.
    "In Glasgow spielt sich das junge kulturelle Leben überwiegend im Umkreis der Kunstschule ab", behauptet Bob Hardy. Vor der Gründung von Franz Ferdinand hatte er noch nie in einer Band gelärmt oder überhaupt Musik gemacht. Dafür hat er Malerei studiert und an einigen Ausstellungen teilgenommen.

    Kunstschul-Pop hat in Großbritannien seit den Erfolgen von Männern wie John Lennon oder Bryan Ferry eine große Tradition; und so sagt Hardy stolz: "Wir kommen alle aus der Kunstszene, wir lieben Bauhaus und Dada ebenso wie Disco." Der Sänger und Gitarrist der Band, Alex Kapranos, studierte allerdings Englische Literatur. Der andere Gitarrist, Nick McCarthy, ist in München aufgewachsen und hat ein Musikstudium absolviert. Schlagzeuger Paul Thomson war mal als Designer aktiv.

    Kaum hatten die vier zusammengefunden, brach ein, so britische Zeitungen, "Bieter-Krieg" aus. Aufgeregte Plattenfirmen-Angestellte versuchten, die Band mit viel Geld und schönen Schwindeleien zu locken. Doch am Ende unterschrieben die Jungs von Franz Ferdinand bei einem verhältnismäßig kleinen Label. Die Entscheidung hängt zusammen mit der Krise der Branche. "Bei einer großen Firma riskiert man, dass die eigenen Ansprechpartner regelmäßig wegrationalisiert werden, weil der Mutterkonzern sich mal wieder gesundschrumpft", sagt Bassist Hardy, "bei unserer Firma redest du mit dem Besitzer, und den kann keiner raussetzen."

    Dass mit Bands wie Franz Ferdinand erstaunlich viel Geld verdient werden kann, haben The Strokes, The White Stripes und Konsorten eindrucksvoll bewiesen. Obendrein sind sie pflegeleichter als Altstars vom Schlage Michael Jacksons oder George Michaels. Sie verpulvern weniger Geld und produzieren eher selten Skandale.

    Statt mit Groupies zu flirten, tragen die Franz-Ferdinand-Musiker gehäkelte Puppen mit sich herum - die ihre Freundinnen darstellen sollen. Und sie reden ausgiebig über ihren Lieblingsautor Graham Greene, dem zu Ehren sie angeblich einen eigenen Tournee-Buchclub gegründet haben. Außerdem bekennen sie sich dazu, nie ohne Bügeleisen in ihren Tourbus zu steigen: "Ohne makellos geglättetes Oberhemd würde keiner von uns eine Bühne betreten."

    Es kommt vor, dass die Jungs als Schnösel geschmäht werden. "Wir mögen schöne Schuhe, schöne Hemden und Kunst", sagt Bob Hardy, "aber deshalb sind wir noch lange keine Spießer." Da dürfte es ihn trösten, dass die britische Tageszeitung "Daily Telegraph" einen Auftritt der Musiker trotz deren konservativ-cooler Garderobe so kommentierte: Die Musiker hüpften auf der Bühne herum "wie schwule Rodeoreiter".

    CHRISTOPH DALLACH
    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,281541,00.html

  • User: Konnie
  • Konnie

    Dabei seit: 26.06.2003

  • 14.01.2004 | 14:38:59
    die versauen einem den spass an der band. dieses scheiss-attitüden geficke. geht mir derbst aufn sack. in 2 wochen hat jeder ne meinung zu denen, und dann kann man nirgends mehr stehen, ohne unkommentiert ff zu hören. herzlichen glückwunsch.

  • User: Oleandah
  • Oleandah

    Postings: 10,056
    Dabei seit: 31.08.2001

  • 14.01.2004 | 14:42:03
    Bei aller Liebe, aber 1 oder 2 Seiten kann man doch mal zurückblättern, auch wenn man ´ne langsame Kiste hat, oder?

  • schunkel

  • 14.01.2004 | 14:43:22
    Schau mal in den grossen "Ich habe noch keinen Ton von ihnen gehört aber auch schon keine Lust mehr drauf: Franz Ferdinand"-Thread von gestern, Fletch

  • User: fletch242
  • fletch242
    Übersturmbannföhrer

    Postings: 6,389
    Dabei seit: 29.12.2001

  • 14.01.2004 | 14:46:35
    oh! gestern war ich fast gar nicht online und hab nicht alles gelesen.
    dann bitte ich euch ganz locker diesen thread zu ignorieren, wenn gestern der artikel besprochen wurde
    (immer diese unkonzentrierten backflashs von mir..)


Um posten zu können, musst du eingeloggt sein. Anmelden? Hier lang.

« erste Seite | ‹ früher | /1 | später › | letzte Seite »
 
  • Forenübersicht

  • Threadübersicht