Dschungelcamp 2012
Der Traum vom Ex-Ruhm
12.01.2012, 10:00, Text:
linus volkmann
Das Dschungelcamp 2012 öffnet seine Hängematten und Kakerlakensärge. Die Aufmerksamkeit ist immens. Hat doch jeder noch die Halbglatze von Jay Khan vor Augen oder die »Du bist falsch«-Anklagen von Matthieu Carriere im Ohr. Aber ob das mit der sechsten Staffel noch zu toppen sein wird? Linus Volkmann hat Bock und so seine Zweifel.
Einst bewunderte ich Brigitte Nielsen, wie sie mit Dolph Lundgren in »Rocky 4« beinah den kalten Krieg gewann, einst erzählte ich aufgeregt in der Schule die neusten Knoff-Hoff-Tricks nach (Moderation: Ramona Leiß), einst glaubte ich dank Vincent Raven an die Anderswelt, noch zuletzt hörte ich begeistert »Mr. Wichtig« von Tic Tac Toe. Und jetzt? Jetzt will ich nur noch, dass jene Protagonisten in einem australischen Camp durchdrehen und sich gegenseitig umbringen. Bin ich ein schlechter Mensch? Ja!
Aber ich bin auch wie viele andere einfach nur Konsument der Sendung »Ich bin ein Star, holt mich hier raus!«, die diesen Freitag den 13. wieder losgeht.
Und um sich da richtig reinzusteigern, stehen einem menschliche Werte ja nur im Weg. Selbst wenn man diese (vermeintlich) als Maßstab auf die Protagonisten anwendet. Daher an dieser Stelle wieder regelmäßige Texte über das Wohl und Wehe down under.
Vorab schon mal die ersten (Geheim-)Favoriten:
Vincent Raven. Gilt als arrogant und scheint seine anbiedernde Zaubereridentität zu hassen. Diese Figur des Schamanen passt ohnehin in die archaische Gesellschaft am Lagerfeuer.
Radost Bokel. Gibt vielleicht nicht soviel her, ist Intro aber immerhin persönlich bekannt. Ein »Kochen Mit« stieg vor etlichen Jahren mit ihr. Ihr Traum, ein Rap-Label zu etablieren scheiterte seinerzeit. Sie ist und bleibt »Momo«. Auf ihrem Oberarm trägt sie übrigens das einstige Label-Logo als Tattoo. Der klangvolle Name: Bock Auf’n Beat. Abgekürzt: BAB. Der Körperschmuck sieht daher aus wie ein Verweisschild auf »Bundesautobahn«. Auch zu sehen in der damaligen Fotostrecke.
Ailton. Der Tor ist glücklich allein. Selig sind die geistig Armen usw. Aber vielleicht ist er gar nicht so retarded, wie man vermutet. Ich lasse mich natürlich auch »gern« eines Besseren belehren.
Soviel an dieser Stelle erstmal. Demnächst mehr. Denn wie beim Fußball liegt die Wahrheit einzig auf dem Platz.
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