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Film der Woche

Men in Black III

24.05.2012, 14:31, Text: Lars Tuncay

Die Zukunft der Alienverfolgung ist in der Gegenwart angekommen - und auf dem Weg in die Vergangenheit. Regisseur Barry Sonnenfeld serviert frisches Blut und bekannte Partner.

R: Barry Sonnenfeld; D: Will Smith, Tommy Lee Jones, Josh Brolin

Es klingt nach der Idee eines gealterten Filmemachers, der mit „Men In Black III“ krampfhaft an seinen früheren Erfolgen festhält. Barry Sonnenfeld beschäftigte sich in den vergangenen zehn Jahren vornehmlich mit Fernsehproduktionen. Aber selbst wenn die erste Fortsetzung seines Hits an Ideenmangel und an Johnny Knoxville krankte, spielte sie doch fast das Doppelte ihrer Produktionskosten ein. Grund genug für Sony, einen dritten Teil zu finanzieren. Schließlich bietet das Universum der Comicvorlage unermessliches Potential. „Men In Black III“ vereint zudem eines der coolsten Teams der jüngeren Filmgeschichte: Will Smith wirkt kaum einen Tag älter als bei seinem letzten Auftritt im Anzug. Tommy Lee Jones dagegen steht das Leben ins Gesicht geschrieben steht.


Die Zeitreise kann beginnen: Nachdem der außerirdische Schwerverbrecher Boris, the Animal gespielt von „Flight of the Conchords“-Hälfte Jemaine Clement, aus dem lunaren Hochsicherheitsknast ausgebrochen ist, setzt er alles daran, sich an seinem Peiniger Agent K zu rächen. Der hat ihm 1969 beim Start der Apollo den linken Arm abgeschossen. Boris reist zurück in der Zeit, um K aus dem Weg zu räumen. Sofort entwickelt sich „MiB 3“ zum visuell abgedrehten, einfallsreichen Trip durchs Logikwurmloch – mit hohem Unterhaltungsfaktor. Josh Brolin füllt die Stelle der jüngeren Version von Jones bestens aus. Überhaupt vertieft das Drehbuch die Beziehungen zwischen J und K. Es hebt sich so von der Allgemeinheit eher zweckmäßiger Sequels ab. Die Figur des Griffin (Michael Stuhlbarg) bringt gar philosophische Tiefe in den Blockbuster. Er kann die verschiedenen Möglichkeiten der Zukunft sehen und wird so zur Hilfe für J und K – und für den Plot zur cleveren Twistmaschine.



Außerdem diese Woche neu und von Lars Tuncay besprochen: »Ein ruhiges Leben«.



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