Black Gold
Von Liebe, Macht und Intrige
09.02.2012, 15:16, Text:
Alexander Dahas
Charakterzeichnungen nach Los-Wochos-Art (McDonald`s) und drumherum eine Ästhetik wie bei David Lean (»Doktor Schiwago«). Ein Besuch im tiefsten Genre-Sumpf, äh, Orient.
Black Gold
R: Jean-Jaques Annaud; D: Taher Rahim, Antonio Banderas, Mark Strong, Freida Pinto, etc.
Als im Niemandsland der arabischen Wüste Öl gefunden wird, kommt es erneut zum Streit zwischen zwei Volksstämmen, die das Kriegsbeil einst in einem historischen Friedensschluss begraben hatten. Nicht nur Macht, Liebe und Intrige spielen eine Rolle, sondern auch die Konfrontation zwischen verschiedenen Wertesystemen, so wie man das aus den Nachrichten immer hört.
Sensibel soll es also sein, wenn sich Jean-Jaques Annaud der orientalischen Welt und ihren Konflikten nähert, die er offensichtlich aus alten Monumentalfilmen und Tim & Struppi-Abenteuern kennt. Und sensibel soll es auch fürs Publikum werden, das neben dramatischer Zeitgeschichte natürlich auch exotisches Flair spüren möchte. »Black Gold« wirkt ausgesprochen anachronistisch in seinem Wunsch es allen recht zu machen und Haremsphantasien mit Religionskunde überein bringen zu wollen. Die Ästhetik zielt dabei ganz auf David Lean ab, die Charakterzeichnungen eher auf Los Wochos. Trotz teils ansprechender Schauwerte steckt man am Ende tiefer im Genrekorsett, als man das 2012 eigentlich für möglich halten würde.
Außerdem neu im Kino und von Alexander Dahas besprochen: »Hugo Cabret« und »Für immer Liebe«.
Weitere Kinostarts am 09.02.:
»Fucking Different XXX«
»In Darkness«
»Der Junge mit dem Fahrrad«
»Star Wars 3D – Episode 1 – Die dunkle Bedrohung«
»Die Unsichtbare«
Artikel kommentieren
Mehr Infos
Kommentare
Artikel kommentieren - Mehr Forumsdiskussionen
Social Network Login

Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
DVD-EMPFEHLUNGEN
- » A Beginner’s Guide To Endings...
- » Night Of The Living Dead - Wi...
- » Misfits - Die erste Staffel
- » Ashes To Ashes - Byzantinisch...



