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Berlinale 2012

BibBär! Kreisch!

01.02.2012, 17:25, Text: Gabriele Summen

Gut dass es bei dieser Affenkälte warme Kinosäle gibt. Mit Umbruchstimmung und Kreischalarm trotzt die 62. Berlinale ab 9. Februar dem Winter.

Kommenden Donnerstag starten die 62. Internationalen Filmfestspiele von Berlin. »Ziehen Sie sich warm an« warnt Berlinale-Chef Dieter Kosslick im Vorfeld, womit er wohl weniger das brisante Programm meint, sondern eher die klirrende Kälte, die vom 9. – 19. am Potsdamer Platz rund um die Kinos zu erwarten ist. Die diesjährige Berlinale startet mit dem 48 Stunden vor der Französischen Revolution spielenden Historiendrama »Leb wohl, meine Königin«. Diane Kruger tritt quasi die Nachfolge von Kirsten Dunst an, denn sie spielt Marie Antoinette. Hoffen wir, dass sie zum Premierengang auf dem roten Teppich etwas Warmes zum Anziehen dabei hat... Kommen wir vom roten Teppich zum roten Faden der Berlinale 2012: Revolutionen, Auf- und Umbrüche, Krieg und Gewalt. Diese Themen finden sich in vielen der fast 400 Filme aller Sektionen.

Im Wettbewerb, in dem 18 Weltpremieren um den Goldenen Bären konkurrierenden, erzählt Kim Nguyens Beitrag »Rebelle« eine tragische Liebesgeschichte unter Kindersoldaten. Der philippinische Regisseur Brillante Mendoza, mit dem an die Nerven gehenden Dram »Kinatay« in der Intro Edition Asien vertreten, lässt in »Captive« Isabelle Huppert eine Entwicklungshelferin spielen, die von einer Separatisten-Organisation entführt wird. Bewerten muss die Jury um den britischen Filmemacher Mike Leigh neben drei deutschen Beiträgen auch den Ensemblefilm »Jayne Mansfield’s Car« von Hollywood-Star Billy Bob Thornton über zwei Familien aus unterschiedlichen Kulturen vor dem Hintergrund des Vietnamkrieges. Mit im Wagen sitzen John Hurt und Kevin Bacon. Zuletzt wurde noch »White Deer Plain« des chinesischen Regisseurs und Goldenen-Bären-Gewinners Wang Quan’an nominiert, ein mit dreieinhalb Stunden Laufzeit, laut Kosslick, »für die Länge der chinesischen Geschichte kurzer Film«.


Auch Angelina Jolie Wintergarderobe wird zu begutachten sein, reist sie doch zur Berlinale an, um ihr umstrittenes Regiedebüt »In The Land Of Blood And Honey« zu präsentieren. Werner Herzog hat sich für seine Dokumentation »Death Row« mit Mördern unterhalten, die in der Todeszelle auf ihre Exekution warten. Danach hat man sich ein bisschen »Kreischalarm« (Kosslick) verdient. Zum Beispiel stellen Robert Pattinson und Uma Thurman höchstpersönlich den außer Konkurrenz laufenden Film »Bel Ami« vor:
 




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