This Must Be The Place
Vielsagende Blicke, leere Dialoge
12.10.2011, 15:40, Text:
Wolfgang Frömberg
Sean Penn als abgetakelter Rockstar, der den Mann im Kind entdeckt. Eine merkwürdige Verwandlung.
Der Titel des Roadmovies um einen von Sean Penn – mit Haut und Haar! – verkörperten Ex-Rockstar namens Cheyenne ist schon Zitatpop. Die älteren Zuschauer werden sich erinnern. Und so, wie der Soundtrack mehrere Versionen des gleichnamigen Stücks der Talking Heads aufbietet (unter anderem haben Arcade Fire es gecovert), geht es in Paolo Sorrentinos Film um diverse Interpretationen dessen, was man gemeinhin Leben nennt. So einfach hätte es sein können und nimmt doch bizarre Züge an. Sorrentino gelingt eine Groteske, die Wim Wenders nicht mehr drehen muss.
Vielsagende Blicke, leere Dialoge, architektonische Impressionen für Autisten: Das erinnert an »True Stories« von Talking-Heads-Boss und Wenders-Fan David Byrne, der sich hier auch in einer kurzen Szene selber spielen darf. Der deutsche Verleih scheint der gut gemeinten, aber doch etwas laschen Angelegenheit mit dem Titelzusatz »Cheyenne ...« im Nachhinein etwas Pfeffer hinzufügen zu wollen. So, wie man als Zuschauer versucht ist, dem Regisseur die Konzentration auf einige Leitmotive nahezulegen, die immer mal wieder aufblitzen. Mit der irgendwie bedauernswerten Hauptfigur muss man aber dazu sagen: »Late is late.«
»Cheyenne – This Must Be The Place« (I/F/IRL 2011; R: Paolo Sorrentino; D: Sean Penn, Frances McDormand; Kinostart: 10.11.)
Artikel kommentieren
Mehr Infos
Kommentare
Artikel kommentieren - Mehr Forumsdiskussionen
Social Network Login

Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
DVD-EMPFEHLUNGEN
- » A Beginner’s Guide To Endings...
- » Night Of The Living Dead - Wi...
- » Misfits - Die erste Staffel
- » Ashes To Ashes - Byzantinisch...




