Das sind die Fantasy Filmfest Nights 2011 - The Troll Hunter: No trolls were harmed during the making of this movie Artikelbild (groß)

Das sind die Fantasy Filmfest Nights 2011

The Troll Hunter: No trolls were harmed during the making of this movie

28.03.2011, 15:08, Text: meike wolf

Es ist wieder soweit. Die Monster kommen. Unsere Autorin Meike Wolf berichtet für intro von den Fantasy Filmfest Nights.

The Troll Hunter

R: André Øvredal; D: Otto Jespersen, Hans Morten Hansen, Tomas Alf Larsen

Norwegens Wälder sind wild, und neben Elchen, Wölfen und Bären trifft man dort gelegentlich auch auf Wilderer. So wie eine Gruppe von drei Studierenden, die sich an die Fersen eines Wilderers heftet, um ihn filmisch für ihr Abschlussprojekt zu begleiten. Hans, so sein Name, ist nicht nur äußerst kamerascheu, sondern auch mit den toten Bären, die vereinzelt gefunden werden, scheint irgendetwas nicht zu stimmen. Als ihm die drei nachts heimlich mit dem Auto in die Wälder folgen, geschieht das Unglaubliche: Bäume stürzen um, seltsame Schreie ertönen, Schleim, grelle Blitze - es gibt nur eine Erklärung: Trolle! Während sich die drei Studierenden anfangs noch zu glauben weigern, packt Hans aus.

Norwegen wird von Trollen bewohnt, von der Regierung streng geheim gehalten und in Reservaten bewacht, und Hans ist ihr offiziell beauftragter Jäger. Frustriert von der schlechten Bezahlung und den vielen Überstunden, möchte er nun die Öffentlichkeit über die Existenz der hungrigen und nicht sonderlich intelligenten Fabelwesen informieren und nimmt die jungen Leute mit auf eine abenteuerliche Reise nach Jotunheimen.
Der Film ist als Mockumentary angelegt und der erste große Trollfilm überhaupt – die Grundidee (eine Verschwörungstheorie) ist wirklich großartig und greift neben zahlreichen Verweisen aus den Sagas auch Details aus dem Alltagsleben auf und belegt sie mit völlig neuer Bedeutung (wer hätte gedacht, dass Stromleitungen in Wirklichkeit ein Elektrozaun für besonders groß geratene Trolle sind?). Das alles ist lustig und macht Spaß. Bloß bleiben die Figuren auch nach 90 Minuten sehr blass und austauschbar, und mehr als ihren Namen erfährt man von keinem der Protagonisten. Aber egal, unbedingt angucken!

Was bleibt: Solide Troll-Grundkenntnisse.
Was gefällt: Die Verschwörungstheorie.
Was ärgert: Die Trolle sehen aus wie aus der Muppet Show. Aber wirklich ärgerlich ist das nicht.



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