Ashes To Ashes
Byzantinische Verästelungen in der Zauberwürfeldekade
19.01.2012, 12:59, Text:
Alexander Dahas
Die zweite Staffel führt uns fantasyvoll, hochintelligent und noch verästelter »Zurück in die 80er«.
Polizeiermittlungen sind schon frustrierend genug, wenn man dafür nicht in die Vergangenheit reisen muss. Genau das passiert aber Dienstpsychologin Alex Drake (Keeley Hawes), als sie bei einem Einsatz ins Koma fällt und in der Zauberwürfeldekade wieder zu sich kommt. In den Achtzigern wartet Arbeit auf sie: Die Umgebung kommt ihr aus den Schilderungen eines Kollegen merkwürdig vertraut vor, und das überraschende Hilfsangebot eines geheimnisvollen Fremden führt sie immer tiefer in ein undurchsichtiges Netz aus Intrigen.
»Ashes To Ashes« ist ein hintergründiger Polizeithriller, der Elemente aus Science-Fiction und Mystery in einem hochintelligenten Drehbuch verbindet, das dem Zuschauer immer einen Schritt voraus bleibt. Damit stellt die Serie einen dieser seltenen Glücksfälle dar, bei dem jede Toilettenpause zum selbst verschuldeten Risiko wird und dessen Feinheiten eine beinahe mathematische Eleganz aufweisen. Das gilt erst recht für die aktuelle zweite Staffel, deren byzantinische Verästelungen selbst diejenigen verblüffen, die beim Vorgänger »Life On Mars« noch voll auf der Höhe waren.
Intro empfiehlt: »Ashes To Ashes – Zurück in die 80er – Die komplette zweite Staffel« (USA 2009; R: Catherine Morshead; D: Philip Glenister, Keeley Hawes; Polyband)
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