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Johnny YesNo Redux

Spätkapitalismus statt Indierock

15.11.2011, 13:36, Text: Paula Fuchs

Der kultige Kurzfilm mit Cabaret-Voltaire-Score ist jetzt mit allem Drum und Dran als wunderbares Sammlerstück erhältlich.

Rückblick auf eine Zeit, in der die Welt anders klang und aussah: Einst gab es Postpunk, Kalten Krieg und Spätkapitalismus statt Indierock, Globalisierung und Neoliberalismus. Außerdem gab es so was wie Elektronik-Pioniere und VHS-Kassetten.


Die britischen Industrial-Ikonen Cabaret Voltaire veröffentlichten 1982 auf ihrem eigenen Label Double Vision den 26-minütigen Kurzfilm des ebenfalls aus Sheffield stammenden Peter Care: körnig, halluzinogen, abgefahren. Sie selbst steuerten einen gut abgehangenen analogen Techno-Score bei, einen Sound, der noch heute klingt, als müsste man ihn morgen erfinden. Aber weil früher nicht alles besser war, kommt nun ein schönes ReIssue-Set heraus, mitsamt einem in Los Angeles spielenden Remake – und allen möglichen Extras von damals. Zwei CDs mit Musik und zwei DVDs mit Bild und Ton für eine spacige Reise durch die Zeit.
 
Cabaret Voltaire »Johnny YesNo Redux« (Mute / GoodToGo)
 



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aus Intro #198 (Dezember 2011/Januar 2012)
 
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