All Tomorrow’s Parties
Festival-Aufnahmen mit Gossip, Yeah Yeah Yeahs, uvm
15.03.2010, 14:30, Text:
Paula Fuchs
Die beliebte Indie-Sause bekommt eine Hommage, die weniger als akkurate Bestandsaufnahme taugt, vielmehr eine wild geschnittene Tour de Force durch die zehnjährige Geschichte bietet.
Der Frühling schickt erste Duftnoten durch die klirrende Spätwinterluft, und die Freuden des Festival-Frühlings mit Primavera, Melt! und Co. kündigen sich nicht nur bei sensiblen Näschen an. Auch die Dokumentation "All Tomorrow’s Parties" sendet zur rechten Zeit erste Signale. Die beliebte Indie-Sause bekommt eine Hommage, die weniger als akkurate Bestandsaufnahme taugt, vielmehr eine wild geschnittene Tour de Force durch die zehnjährige Geschichte bietet. Musikliebhaber, die sich dem Universum des seit 1999 von wechselnden Künstlern kuratierten und neben dem Ausgangspunkt im Süden Englands an diversen Orten stattfindenden Festivals verschrieben haben, kommen voll auf ihre Kosten.
Wer Erklärungen erwartet, muss auf die Notwendigkeit des Erstellens eines eigenen Off-Textes anhand persönlicher Recherche im Internet oder vor Ort bei der nächsten Gelegenheit verwiesen werden. Das geht auch: Die tollen Aufnahmen (Regie über die Sammlung des found footage führte Jonathan Caouette) von Daniel Johnston, Grinderman, Gossip, Yeah Yeah Yeahs, Belle & Sebastian u. v. m. führen dazu, dass man in diesem Jahr nicht vor die Tür gehen müsste, um ein geiles Festival zu erleben. Aber dann hält man es ja doch nicht zu Hause aus ...
All Tomorrow’s Parties (GB 2009; R: All Tomorrow’s People & Jonathan Caouette; Rapid Eye Movies)
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