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Ostpunk - Too Much Future

D 2007

[R: Carsten Fiebeler; D: Cornelia Schleime, Bernd Stracke, Daniel Kaiser]

21.04.2008, 17:13, Text: Frank Schuster

Punk und DDR, das passte zusammen wie Faust und Auge. Tatsächlich war die Bewegung so etwas wie ein Schlag ins Gesicht des SED-Staates. No Future und Planwirtschaft, zerrissene Klamotten und FDJ-Uniformen, das ging nicht zusammen.




Während die grauen Politherren Lächel-Bands wie die Puhdys oder Karat protegierten, die eine positive Einstellung zu Staat, Zukunft und Alltag förderten, wollten sie die Nein-Sager einfach nicht tolerieren. Dennoch: Allen widrigen Umständen zum Trotz und nicht frei von Repressalien gab es eine Punkszene in der DDR, mit Bands wie Wutanfall, Schleimkeim, Planlos und Betonromantik. Daran erinnerten schon die Ausstellung "Ostpunk - Too Much Future", das gleichnamige Buch und der empfehlenswerte Band "Spannung. Leistung. Widerstand. Magnetbanduntergrund DDR 1979-1990" (Verbrecher Verlag).

Der Dokumentarfilm "Ostpunk - Too Much Future" lässt Protagonisten der Szene zu Wort kommen. Die Interviewten öffnen sich stark, geben Persönliches preis, schildern ihre ganz subjektive Sicht. In dieser Direktheit liegt die Stärke des Films. Das Fehlen eines Off-Kommentars macht die Einordnung mitunter zwar etwas schwierig, doch wer mehr über Hintergründe wissen will, greife zu den Büchern.






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