
28 Weeks Later
GB 2007
[R: Juan Carlos Fresnadillo; D: Robert Carlyle, Rose Byrne, Jeremy Renner; 30.08.]
16.08.2007, 18:09, Text:
Peter Scheiffele
[24 Kommentare]
Aus Danny Boyles \"28 Days Later\" kennen wir die wutentbrannten Zombies schon. Auf der Jagd nach dem nächsten Biss wollen sie nicht bloß ihren Hunger stillen. Sie werden getrieben von einem hirnlosen Impuls - von reiner Gier, die keine Sättigung kennt. In Boyles Version waren noch die Insignien einer Kritik der Kosum- und Kontrollgesellschaft angelegt; im zweiten, post-apokalyptischen Teil \"28 Weeks Later\" scheint der zivilisatorische Restbestand vollends auf zerrüttete Familien und ein dysfunktional-militärisches Kontrollregime zusammengeschrumpft zu sein. Das von Juan Carlos Fresnadillo (\"Intacto\") inszenierte Sequel setzt ein, als alle Infizierten verhungert sind. Kleinbritannien soll mit einigen Tausend Überlebenden unter der Leitung einer amerikanischen NATO-Einheit im Londoner Distrikt Isle of Dogs wiederaufgebaut werden.
Dort empfängt Don Harris (Robert Carlyle) seine zurückkehrenden Kinder Andy (Mackintosh Muggleton) und Tammy (Imogen Poots). Fortan sollen sie in dem sterilen Hochsicherheitstrakt leben. Aber die Kinder stehlen sich an allen Kontrollen und Barrikaden vorbei, um zumindest ein Erinnerungsfoto ihrer geliebten Mutter Alice (Catherine McCormack) zu besorgen. Diese wurde von Don während einer Zombieattacke im Stich gelassen und gilt als tot. Sie lebt aber zu Hause, zwar immun gegen die Krankheit, doch Trägerin des wütenden Virus'. So wird Alice zu Untersuchungszwecken in die Sicherheitszone geführt. Von Schuldgefühlen geplagt, ignoriert nun auch Don alle Vorschriften und gibt seiner Frau einen Kuss mit fatalen Folgen. Die Sicherheitszone verwandelt sich binnen Sekunden in ein Vernichtungslager. Auch hier scheitert das allzu menschliche Kontrollregime.
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Chimpie 25.08.2007 | 20:50:30
"DA!"
Klingt super! Teil 1 fand ich auch toll! Besonders die Szene im Hinterhof mit den wehenden Bettlaken..
ösel 30.08.2007 | 23:08:48
Polterkowski & Söhne
Geht diese Inhaltsangabe eigentlich tatsächlich als Rezension durch?
Tomalak 30.08.2007 | 23:21:07
runner vonn de Gass
und das sind noch die guten Reviews.
ansonsten ist der Film ne Obergurke. Nix gegen Handkamera und schnelle Schnitte gerne auch in Zeitlupe und Zeitraffer.
War das im ersten Teil noch in erträglichen Rahmen, erklimmt 28 weeks later hier doch neue Höhen. Das war nur nervig, zu sehen gab es dann anstatt Bidlern Farbschlieren.
Versuchte sich Boyle im ersten Teil noch an einem gesellschaftspolitischen Subtext, fehlt dieser in Teil 2 nicht nur völlig, es gibt nicht mal eine Handlung.
Die Personen eindimensionale Charaktere wäre noch geschmeichelt. Jeder B-Movie versucht zumindest seine Protagonisten einzuführen und irgendwie den Hauch von Sympathie zu erzeugen. Das spart sich 28 Weeks later komplett.
Dazu agieren diese auch noch völlig schwachsinnig, dass man sich fragt ob die "Gesunden" nicht doch von Dummheit infiziert wurden.
brotvielfalt 31.08.2007 | 03:16:57
Flitzpiepe
Kamera und Schnitt waren in der Tat extrem nervig. Und nach Logik sollte man gar nicht erst suchen.
Trotzdem hat er mich gefesselt. Selten einen so düsteren Film gesehen.
Teil 1 ist natürlich unschlagbar.
otic 31.08.2007 | 10:37:43
You can call me John!
@Tomalak:
Du triffst voll ins Schwarze!
Mein Review
Tomalak 31.08.2007 | 10:58:24
runner vonn de Gass
@dschinn
so Gurken wie Land of the Dead bekommt auch 71 Prozent. Geschenkt.
Dschinnbott 31.08.2007 | 11:19:51
????
da man sich bei rottentom. nicht auf eine einzige subjektive und unter umständen tendenziöse meinung verlassen muss, sondern sich gleich alle auf einmal durchlesen kann und durch die gesamtquote eine tendenz serviert bekommt, die durch die prozentzahl ausgedrückt wird, finde ich die seite meist sehr hilfreich. geschenkt bekommt da glücklicherweise nahezu nie jemand was, das ist gerade der große vorzug
beim ersten 28-teil hat mir nur die erste hälfte gefallen, den zweiten hab ich noch nicht gesehen
Tomalak 31.08.2007 | 11:24:35
runner vonn de Gass
klar rottentomatoes ist auch in Ordnung.
Nur kann ich eben viele Meinungen nciht nachvollziehen.
Haar will atmen 02.09.2007 | 20:28:47
So inkompetente Militärs hat man seit 'Ich glaub mich knutscht ein Elch' nicht mehr auf der Leinwand bewundern dürfen. Erstaunlich. Ansonsten ganz ok der Film.
Haar will atmen 02.09.2007 | 20:29:53
Ach ja, und die Szene mit den Rotorblättern (ohne hier zuviel spoilern zu wollen) ist ein Klassiker.
Reverend 02.09.2007 | 20:39:48
war immer aufrichtig
Obwohl sie eigentlich nicht so recht zum Rest des Films passen will.
Mir war diese Szene zu sehr aufs Multiplexkino hin inszeniert. So mit blöden Lachern halt.
Trotzdem: Der Film ist eine sackspannende Gewaltorgie und herrlich paranoide Panikmache.
rockotron 03.09.2007 | 02:57:41
lackaffe
da haben aber doch weder boyle noch garland was mit zu tun, mit dem sequel, oder?
ösel 03.09.2007 | 10:33:24
Polterkowski & Söhne
Oh doch, denn zumindest beim Making Of hat der Danny ziemlich viel zu erzählen gehabt. Ich glaub, der hat da son bisschen mitproduziert. Der Alex hielt sich wohl eher raus.
rockotron 03.09.2007 | 13:17:30
lackaffe
ach was!?
ich dachte, dass wäre mehr so ein "lizenz-sequel" in der art von klassikern wie "from dusk til dawn 2"...
rockotron 03.09.2007 | 13:23:32
lackaffe
aha. tatsächlich treten die herren nur als executive producers auf...
lushnub 05.09.2007 | 16:30:25
cheerie poopin' deadies
wie geht er zu ende?
nach den ersten 10 minuten hatte ich einen halbstündigen epileptischen anfall, wegen der schnitte und der überanstrengung meiner augen bei dem vergeblichen versuch, zusammenhängende bilder aus den fluten zu konstruieren; dazwischen einen beinahenervenzusammenbruch wegen meiner rot-intoleranz und als zum xten mal ein pathetisches "aber da sind doch noch menschen dazwischen" und "gütiger gott" gesülz kam, war klar: das wird der erste kinofilm, bei welchem du den saal verlässt.
haru_specks 15.10.2007 | 11:23:32
shine on
meine videotheke bietet die britische dvd an, so dass ich nun mal einigermaßen zeitnah mitschreiben kann.
nervenaufreibend gut. nachvollziehbarer gore, ästhetisch im grünen bereich. die familiengeschichte drumrum ist ne klasse klammer. bin leider nicht mit tomalak auf der selben ebene.
und boyle hat auch einiges als 2. setteam gedreht. so unschuldig ist der nicht.
gute unterhaltung halt. was will ich anderes von einem genrefilm?
Tomalak 15.10.2007 | 11:58:17
runner vonn de Gass
na zb eine plausible Story, eine nachvollziehbare Handlung, Darsteller die nicht nur chargieren, und Charaktere die über Stereotype hinausgehen?
Und warum bei Horrorfilmen gerade immer ein oder zwei Augen zugedrückt werden, kann ich auch nicht verstehen. Als wäre es ein Naturgesetz, dass ich nicht auch in den Bereichen ordentliche Qualität erwarten dürfte.
ninjatuner 15.10.2007 | 14:09:57
indie landfill
also nachdem ich 28 days later noch echt ok fand (jedenfalls für anspruchslos-unterhaltsame videoabende mit freunden und bieren), ging mir 28 weeks later ziemlich auf die nerven, gütiger gott, hätt ich ne vernlagung zur rot-intoleranz oder epilepsie, hätt ich den auch net ganz durchgestanden.
ich hab nxi gegen handlungen, die nach käse und schrott riechen. aber da mir echt in diesem film so egal war, wlecher der papp-charaktere hopps geht, kam einfach keine spannung auf.
außerdem war der cgi-kram mit dem helikopter mehr als stinkekäsig, aber das nur nebenbei.
ich weiß net, welche kinofilmbezogene nachricht mir heute mehr bauchweh bereitet, ist es, dass zur verfilmung von jg ballard's high rise der typ, der cube gemacht hat, herangezogen wurde, oder, dass es 2009 schon ein sequel für 28wl,
28 months later, geben wird.
haru_specks 15.10.2007 | 15:59:27
shine on
@tomalak
ich mag jetzt nicht hinter jeden deiner sätze was wie "sehe ich genau gegenteilig" rufen. fand die story nachvollziehbar, die charakteren okay. und selten ergab für mich das augen ausdrücken (so sehr es mich als betrachter anwiderte) mehr sinn: sie, die ihn am fenster beobachtete, bekommt die werkzeuge seiner schande ausgeknipst. passt prima zum thema "rage".
und auch diese entfesselte kamera war für mich okay. die kam ja immer dann, wenn der infekt zuschlug. auch die kamera war halt in rage.
will den nicht über den klee loben, doch mich unterhielt der film viel mehr, als ich nach all den kritiken erwartet hätte.
Tomalak 15.10.2007 | 20:02:35
runner vonn de Gass
das ist ja auch völlig in Ordnung.
Nur, dass man halt generell wenig Ansprüche an einen Horrorfilm stellt:
gute unterhaltung halt. was will ich anderes von einem genrefilm?
find ich immer etwas "schade"
haru_specks 16.10.2007 | 12:04:34
shine on
nun, die eltern fand ich als darsteller und charaktere ganz prima. der sniper war für meinen geschmack zu sehr auf russel crowe gebügelt. doch mit dem sniper und dem kerl im helicopter, sowie den kindern und der soldatin... ja, da war nicht viel tiefe da. aber ich empfand das im gesamten okay. tatsächlich ist mir thrill bei horror wichtiger, als charaktertiefe.
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