Pans Labyrinth

MEX 2006

[R: Guillermo del Toro; D: Ivana Baquero, Sergi Lopez, Maribel Verdú; Ufa]

16.07.2007, 06:00, Text: Sascha Seiler

Ein kleinerer Skandal war es schon, dass Guillermo del Toros Film über ein kleines Mädchen in den Wirren des spanischen Bürgerkriegs gegen die vergleichsweise biedere Produktion \\"Das Leben der anderen\\" bei der Vergabe des Oscars den Kürzeren zog. Del Toro konstruiert eine postmoderne Variante von Lewis Carrolls \\"Alice im Wunderland\\", die jedoch auch Reverenzen an die großen Schriftsteller Federico García Lorca und nicht zuletzt Jorge Luis Borges in sich trägt.


Letztlich gelingt ihm ein Film, der vorgibt, auf ästhetischer Ebene dem Fantasy-Genre zugehörig zu sein, diese Kategorisierung durch den wiederholten Einbruch der Realität jedoch stets unterminiert. Bei aller Intellektualisierung bleibt \\"Pans Labyrinth\\" stets spannend und glücklicherweise auch ein wenig - im positiven Sinne - oberflächlich, was dazu führt, dass der Ekelfaktor nicht zu kurz kommt und die Monsterwelt nicht nur ein zuckersüßes Paralleluniversum zur bösen Kriegsrealität darstellt. Nach David Lynchs \\"Inland Empire\\" vielleicht der bislang beste Film des Jahres.



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