
Tenacious D – Kings Of Rock
USA 2006
[R: Liam Lynch; D: Jack Black, Kyle Gass, Tim Robbins, Ben Stiller; Warner]
21.05.2007, 14:15, Text:
Peter Scheiffele
Bekannt wurden Tenacious D hierzulande durch den Song “Tribute”, eine Hommage an den weltbesten Song, den die Rock-Humpty-Dumptys Jack Black und Kyle Gass im Kampf mit dem Teufel zunächst geboren, sogleich aber wieder vergessen hatten. Dort war schon der Kerngedanke dessen angelegt, was erst in “Tenacious D – Kings Of Rock” seine philosophische Strenge erhalten sollte: Das popkulturell Überhöhte ist nie zu haben, wird stets verfehlt und dient bestenfalls als Antrieb der überhöhten Erzählung dieser Verfehlung. Um dieses konjunktivistische Imago herum (hätten wir ..., dann könnten wir ..., dann wären wir Rockstars) organisiert Regisseur Liam Lynch auch sein Spin-off. Saft spenden ihm Jack Black und Kyle Gass in Verkörperung einer Haltung, die besagt, dass selbst ein gut getimeter Furz es mit Michelangelo, Johann Sebastian Bach, ganz zu schweigen von Led Zeppelin, Van Halen oder AC/DC aufnehmen kann. Der Furz muss bloß richtig rocken. In dieser hohen Kunst, selbstreflexiv zu rocken, entfaltet sich die Rock-Oper als Entstehungsgeschichte der Band Tenacious D: Von Ronnie James Dio auf den Weg geschickt, das bigotte Familienoberhaupt (Meat Loaf) hinter sich gelassen, kommt JB nach Hollywood, trifft dort KG und lernt von ihm die Rockessentials: Power Slide und Cock Push-up. Was noch fehlt, ist das Schicksalsplektron, der Eckzahn vom Teufel (Dave Grohl). Denn, so die Legende, erst das POD (Pick of Destiny) wird seinen Besitzern die ultimative Rockdifferenz bescheren.
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