
Inglorious Bastards – Ein Haufen verwegener Hunde
I 1977
[R: Enzo G. Castellari; D: Bo Svenson, Fred Williamson, Raimund Harmstorf; Koch Media]
21.05.2007, 14:05, Text:
Cay Clasen
Italo-Trash-Aficionados dürfen sich die Hände reiben: “Inglorious Bastards – Ein Haufen verwegener Hunde” war in Deutschland lange Zeit nur in stark gekürzter Fassung erhältlich und liegt nun komplett remastert vor. In dem italienischen Kriegsfilm aus dem Jahr 1977 wird die Geschichte von fünf Soldaten erzählt, die aufgrund von Beschuldigungen zwischen Desertion und Mord zur Exekution in ein Militärgefängnis transportiert werden. Der Transport wird von der deutschen Luftwaffe bombardiert, den Männern gelingt die Flucht. Ihr Ziel: die neutrale Schweiz. Auf ihrem Weg geraten sie bald an französische Partisanen, die den Trupp der Fahnenflüchtigen sowohl amourös aufmischen als auch aufgrund einer Verwechslung mit einem Himmelfahrtskommando betrauen: dem Raub von V2-Raketen-Sprengköpfen aus einem schwer bewachten deutschen Zug. Regisseur Enzo G. Castellari zieht sämtliche B-Film-Register und präsentiert sozusagen das dreckigere (halbe) Dutzend. Dieses wird im Laufe seiner Mission, die an strunzblöde Computerspielszenarien erinnert, u. a. mit halbnackten Frauen mit Maschinenpistolen, einer SS-Burg sowie dem Nazi-Deserteur Armin (Raimund Harmstorf) konfrontiert, der in der englischen und italienischen Fassung Adolf heißt. Castellari serviert einen zynischen Action-Cocktail, der den Krieg als Abenteuerspielplatz kerniger Typen zeichnet. Was Quentin Tarantino dazu bewogen hat, eine Hommage gleichen Titels als sein nächstes Projekt für 2008 anzukündigen.
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