
The Prestige – Meister der Magie
USA 2006
23.04.2007, 06:00, Text:
Martin Riemann
Das Versprechen. Die Wendung. Das Prestige. Daraus setzt sich laut Regisseur Christopher Nolan jeder gelungene Zaubertrick zusammen. Und natürlich hat er es sich nicht nehmen lassen, die Geschichte um die erbitterte Rivalität zweier Bühnenmagier im England des Fin de Siècle im Sinne eines solchen Tricks aufzubauen. “The Prestige” präsentiert zwei Protagonisten, die in ihrer Ruhmsucht stets am Rande des Wahnsinns operieren. Von totaler Selbstverleugnung bis hin zum extrem morbiden Verhältnis zur eigenen Sterblichkeit lassen sich die beiden Helden dabei in Gefilde herab, die den Zuschauer wohldosiert in einen stetig zunehmenden Zustand des Schocks versetzen.
Nolan ist ein Mann für vertrackte Strukturen. Das weiß man schon seit “Memento”. Doch in “Prestige” gelingt ihm in dieser Hinsicht sein Meisterstück. Die Handlung offenbart sich nämlich größtenteils aus den Informationen, die der eine Rivale jeweils aus den Aufzeichnungen des anderen “erzählt” bekommt. Bemerkenswert, wie Nolan diese wechselnden Erzählperspektiven nutzt, um etliche Plotwendungen und Überraschungen in die Story zu spinnen, ohne auch nur eine einzige Anstrengung zu offenbaren. Dabei zelebriert er nicht nur gekonnt die sinistre Atmosphäre des damaligen Englands, sondern baut auch noch wirkliche “Magier” in die Handlung ein: David Bowie brilliert in der Rolle des Jahrhundertgenies Nikola Tesla.
Artikel kommentieren
Mehr Infos
Kommentare
Artikel kommentieren - Mehr Forumsdiskussionen
Social Network Login

Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
DVD-EMPFEHLUNGEN
- » A Beginner’s Guide To Endings...
- » Night Of The Living Dead - Wi...
- » Misfits - Die erste Staffel
- » Ashes To Ashes - Byzantinisch...



