
Studio Ghibli: Das Königreich der Katzen
J 2002
[R: Hiroyuki Morita; UFA Anime]
28.02.2007, 16:29, Text:
Uwe Buschmann
Schülerin Haru ist fast schon zu verträumt. Andauernd passieren ihr Missgeschicke, aber als eine Katze beinahe von einem LKW überrollt wird, kann sie geistesgegenwärtig das Schlimmste verhindern. Die Katze bedankt sich formvollendet für ihre Rettung und stellt Haru in nächster Zukunft einige Geschenke in Aussicht. Fortan findet diese in ihrem Schulschließfach nicht nur immer ein paar frische Mäuse vor, sondern unzählige Katzen streifen in ihrer direkten Umgebung herum. Eines Tages taucht der Katzenkönig bei ihr auf und teilt ihr mit, dass sie seinen Sohn, den Katzenprinzen, heiraten solle. Obwohl sich Haru für die Ehe noch viel zu jung fühlt, glaubt sie, in der Katzenwelt vielleicht besser aufgehoben zu sein als in ihrer normalen Alltagswelt. Also macht sie sich auf den Weg ins Reich der Katzen, um sich wenigstens mal ihren Bräutigam anzuschauen. Hätte sie gewusst, welch turbulentes Abenteuer sich daraus entwickeln würde, sie hätte wohl um jedes Katzenvieh einen weiten Bogen gemacht. Studio Ghibli, das bessere Walt Disney Japans, lässt auch bei diesem Film wieder all seine bewährten Anime-Qualitäten aufblitzen: wunderbare Charaktere, tolle Zeichnungen und eine ungeheure Detailbesessenheit. Wie auch in allen anderen Studio-Ghibli-Filmen vermischen sich die Kinder- und Erwachsenenwelt zu einer altersfreien Fantasiewelt, der man unmöglich widerstehen kann.
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