
Bukowski – Ganz normal verrückt
I 1981
[R: Marco Ferreri; D: Ben Gazzara, Ornella Muti, Susan Tyrrell; Kino Home Entertainment]
29.01.2007, 06:00, Text:
Uwe Buschmann
Bier, Sex & Kunst. Der ganz normale Wahnsinn. Zumindest, wenn man Charles Bukowski heißt bzw. ein Film auf diverse seiner Kurzgeschichten zurückgreift: Charles Sirkin ist Schriftsteller und Alkoholiker. In letzter Zeit aber eher in umgekehrter Reihenfolge. Auf einem Poetry-Concert trifft er ein junges Mädchen, das ihm sein Rückflugticket klaut. Endlich wieder daheim, hat seine Ehefrau sämtliche seiner Alkoholvorräte entsorgt. Er verfolgt eine Frau zu ihrem Haus und wird wegen versuchter Vergewaltigung verhaftet, wobei er eine Prostituierte kennenlernt. Als sich ihre Beziehung vertieft, flieht er, kommt aber zu ihr zurück. Als ihn ein Jobangebot für kurze Zeit nach New York beordert, “versiegelt” er ihre Vagina mit einer Sicherheitsnadel. Als er zurückkommt, hat sie Selbstmord begangen. Er fährt ans Meer, wo er auf eine weitere junge Frau trifft... Der Film hat stark biografische Bezüge zum wirklichen Leben von Charles Bukowski. Ein Leben angetrieben durch das unersättliche Bedürfnis nach Sex und Alkohol. Der nächste Absturz und der nächste Streit sind immer die schönsten und dürfen keinesfalls ausgelassen werden. Ein Film über ein unausgefülltes Leben eines übervollen Menschen. Toll gespielt von Ben Gazzara. Wunderbar fotografiert vom Kameramann Tonino Delli Colli.
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