Wong Kar-Wai

Projektor 2006

20.11.2006, 14:43, Text: Uwe Buschmann

Aller Anfang ist schwer. Besonders im Film-Business. Ausnahmen bestätigen jedoch immer wieder die Regel. Erst recht, wenn man ein so begnadetes Regie-Talent besitzt wie Wong Kar-Wai aus Hongkong. Sein Debütfilm »As Tears Go By« ist eine straighte Story aus dem Gangster-Milieu: verbotene Liebe, ein missratener Bruder und eine beträchtliche Anzahl substanzieller Bleivergiftungen. Sein zweiter Film »Days Of Being Wild« erzählt die Geschichte eines jugendlichen Playboys, der letztlich nur auf der Suche nach der eigenen Identität ist. Bereits damals merkte man, dass hier jemand auf dem Regiestuhl Platz genommen hatte, dessen Kinofilme irgendwie anders sind.

Beide Filme sind tolle Erstlingswerke: eine blutige Gangster-Ballade und die Suche nach einer verlorenen Jugend. Stilbildende Werke für das internationale Arthouse-Kino. UB

HK 1988 / 1991 R Wong Kar-Wai Alamode/Al!ve


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