
In My Fathers Den – Als das Meer verschwand
NZ 2004
[R: Brad McGann; D: Matthew MacFayden, Miranda Otto, Emily Barclay, Colin Moy, Jodie Rimmer; 23.11.]
20.11.2006, 06:00, Text:
Calle Claus
Der desillusionierte Kriegsfotograf Paul (Matthew MacFayden) kehrt nach vielen Jahren in seinen Heimatort, ein kleines Nest in der ebenso malerischen wie öden Weite des neuseeländischen Hinterlandes, zurück. Sein älterer Bruder Andrew (Colin Moy) und seine Jugendliebe Jackie (Jodie Rimmer) begegnen ihm mit Kälte und Skepsis. Ein dunkles, lange verdrängtes Geheimnis scheint auf allen Beteiligten zu lasten.
In der titelgebenden Hütte, einem geheimen Versteck, in dem Paul in Kindestagen von seinem Vater konspirativ in die Geheimnisse von Literatur, Kunst und des Lebens im Allgemeinen eingeführt wurde, entdeckt Paul nun seinerseits eine Seelenverwandte.
Nach einem Roman von Maurice Gee inszenierte Regisseur Brad McGann sein Familiendrama mit schlüssigen Figuren und durchweg guten Darstellern. Statt sich aber auf dieses solide Fundament zu verlassen, rutscht ihm der Film am Ende dann doch sehr ins Melodramatisch-Konstruierte ab, was sicher der Buchvorlage geschuldet, aber dennoch ein wenig schade ist. Manchmal sind eine schockierende Wendung und ein tragischer Tod im Drehbuch weniger letztlich eben doch mehr, das gilt sogar im Heimatland des “Herrn der Ringe”.
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